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200.000 Euro, genau abgezählt in gebrauchten Scheinen fand die Polizei bei einem nervösen Fahrgast im Zug.

Bei Freilassing

Polizist staunt nicht schlecht, als er Sporttasche von nervösem Fahrgast öffnet

Im Rahmen einer Schleierfahndung kontrollierten Polizisten einen Mann, der sich zunehmend nervös in Ungereimtheiten verstrickte. Als die Fahnder seine Tasche öffneten, wurde ihnen klar, warum.

Freilassing - Im Rahmen einer Schleierfahndung kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein Anfang Mai einen in Wien lebenden, arbeitslosen Iraner (28), der mit dem Reisezug RJ 67 von München nach Salzburg unterwegs war.

Der Mann konnte sich ordnungsgemäß ausweisen, wirkte jedoch im Laufe der Kontrolle zunehmend nervöser. Darüber hinaus fielen den Beamten auch hinsichtlich des angegebenen Reisegrundes verschiedene Ungereimtheiten auf. Sie entschlossen sich also das mitgeführte Gepäck des Iraners genauer in Augenschein zu nehmen.

Zu ihrer großen Überraschung kam dabei am Boden einer Sporttasche, unter verschiedenen Kleidungsstücken versteckt, ein größeres Bündel Geldscheine zum Vorschein. Wie der 28-Jährige gegenüber der Polizei aussagte, habe er das Geld - exakt 200.000 Euro, verpackt in einer Plastiktüte - bei einem Kurzaufenthalt in München von einer ihm bekannten Person ohne Quittung übernommen. Das kleine Vermögen gehöre ihm und diene einer geplanten Firmengründung in Wien.

Da sich die genauen Eigentumsverhältnisse laut Polizei nicht an Ort und Stelle abklären ließen und der Verdacht der Geldwäsche bestand, nahmen die Beamten ihn mit zur Dienststelle in Freilassing, die den Mann an das Zollfahndungsamt Rosenheim überstellten. 

Diese leiteten ein sogenanntes „Erkenntnis-Gewinnungsverfahren“ in die Wege, um die genaue Herkunft des Geldes abzuklären und auch, ob die 200.000 Euro bereits versteuert wurden. Würde dies nicht der Fall sein, hätte dies eine Nachversteuerung von 30 % der Summe zur Folge. Die Ermittlungen dauern an.

mm/tz

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