Sachbeschädigung, Feuer, Schlägereien

Freinacht in Oberbayern: Polizei-Bilanz

München - Beschädigte Autos, Brandstiftung, Körperverletzungen, Baupaletten auf der Straße: 78 Freinacht-Einsätze registrierte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord und Süd.  

Oberbayern Nord

In Oberbayern Nord bewegte sich das Einsatzaufkommen für die Beamten der Polizeidienststellen im Präsidialbereich in etwa auf dem Vorjahresniveau, wo 80 Freinachteinsätze gezählt wurden. Ein geografischer Einsatzschwerpunkt kristallisierte sich dabei nicht heraus.

Der aus den bisher bekannten Sachbeschädigungen resultierende Gesamtsachschaden beträgt rund 4000 Euro. Erfahrungsgemäß ist jedoch davon auszugehen, dass sich dieser im Laufe des Tages noch erhöhen wird, wenn weitere Beschädigungen bei der Polizei gemeldet werden.

In Erding kam es zu zwei körperlichen Auseinandersetzungen zwischen alkoholisierten jungen Männern, wobei zwei Personen leicht verletzt wurden. Gegen die jeweiligen Täter wird nun von der Polizeiinspektion Erding wegen Körperverletzung ermittelt.

In Germering, Lkrs. Fürstenfeldbruck, wurden mehrere geparkte Autos durch zwei ebenfalls alkoholisierte junge Männer beschädigt, wobei die Täter Aussenspiegel abrissen und zum Teil auf den Fahrzeugen herumsprangen. Der Sachschaden wird hier auf rund 2500 Euro beziffert.

In Ingolstadt setzten Unbekannte ein Gartentrampolin im Wert von rund 200 Euro in Brand.

Im Ortsbereich Parsdorf, Lkrs. Ebersberg, zerrten Unbekannte mehrere Baupaletten auf die Straße. Glücklicherweise wurden die Hindernisse von den Autofahrern rechtzeitig erkannt, so dass es zu keinem Unfall kam. Die Polizeiinspektion Poing ermittelt hier wegen Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

In Königsmoos, Landkreis Neuburg/Schrobenhausen, entwendeten Unbekannte einen mit einer Kette gesicherten Autoanhänger indem sie die Sicherungskette abzwickten. Wenige Kilometer entfernt, im Stadtgebiet Schrobenhausen, wurden mehrere Verkehrszeichen von Freinacht-Rowdys umgeknickt.

Oberbayern Süd

Durch die verstärkte Polizeipräsenz im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd verlief die sogenannte „Freinacht“ ohne größere Sicherheitsstörungen. Die Einsatzzentrale registrierte rund 50 Einsätze mit einem Gesamtschaden von ca. 7.000 Euro.

Die eingesetzten Polizeibeamten waren in der Nacht mit einigen Vandalismus- Diebstahls-, aber auch Verkehrsdelikten konfrontiert, die den Umtrieben der „Freinacht“ zugerechnet werden konnten. Noch völlig unklar sind die Hintergründe für die vorsätzliche Inbrandsetzung von zwei geparkten Pkw in Geretsried. In diesem Zusammenhang darf auf die gesonderte und bereits gesteuerte Pressemeldung verwiesen werden.

Erwähnenswerte „freinachttypische polizeilich relevante Ereignisse“ ereigneten sich in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgadener Land. Hier eine Zusammenfassung:

Bad Tölz: Ein 12-jähriger Junge flüchtete gegen 19:15 Uhr in der Kohlstattstraße offenbar nach einem Klingelstreich auf die Fahrbahn, wurde von einem Pkw erfasst und zum Glück nur leicht verletzt. Er kam zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus.

Garmisch-Partenkirchen: Eine Gruppe Jugendliche zündeten gegen 23.30 Uhr zahlreiche Feuerwerkskörper im Stadtteil Oberau. Anwohner verständigten die Polizei. Diese beendete die nächtliche Ruhestörung und stellten bei den vier Jugendlichen rund 200 Böllern sicher.

Bad Reichenhall: Im Ortsteil Schwarzbach wurde ein Gullydeckel und ein Fußabstreifergitter herausgehoben. Ein Anwohner trat gegen 21:30 Uhr in den ca. 10 cm tiefen Schacht des Fußabstreifergitters, blieb aber unverletzt.

Bayerisch Gmain: Durch eine Gruppe von acht Personen wurden Auto-Kennzeichenschilder abgerissen sowie ein Bauzaun umgeworfen. Nach einem Zeugenhinweis konnte die Polizei einen Tatverdächtigen 18-Jährigen in einem Waldstück aufstöbern und wegen Sachbeschädigung anzeige

Rubriklistenbild: © dpa

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