Urteil nicht rechtskräftig

Freispruch im Würzburger Prozess um angebliche Thallium-Vergiftung

Würzburg - Ein Mann aus Unterfranken wurde verdächtigt, seine Ex-Freundin vergiftet zu haben. Nun wurde er freigesprochen. Die Tat konnte ihm nicht nachgewiesen werden.

Im Prozess um die angebliche Vergiftung seiner Ex-Freundin ist ein Mann aus Unterfranken freigesprochen worden. Das Landgericht Würzburg sah es am Donnerstag nicht als erwiesen an, dass der Angeklagte die Drogen seiner Ex-Freundin mit einem Schwermetall verunreinigt und die Frau so vergiftet hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor zehn Jahre Haft wegen versuchten Mordes und 29 Fällen der gefährlichen Körperverletzung für den Mann gefordert. Dies berichtete ein Gerichtssprecher. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert, da dem Mann aus Kitzingen die Tat nicht nachgewiesen werden könne.

Schon beim Prozessauftakt Anfang Dezember 2015 hatte der Angeklagte die Vorwürfe bestritten. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, dass er seiner ehemaligen Lebensgefährtin im Sommer 2014 das hochgiftige Schwermetall Thallium unter ihr Kokain gemischt habe. Weil sie unter massiven gesundheitlichen Problemen und Haarausfall litt, ließ sich die Frau von mehreren Ärzten untersuchen. Blut- und Urinproben ergaben schließlich eine Thallium-Vergiftung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa

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