Freistaat baut 260 Kilometer neue Radwege

München - Mit Geldern aus einem Sonderprogramm will der Freistaat Bayern in den kommenden fünf Jahren den Radwegbau entlang von Staatsstraßen vorantreiben.

Bis zum Jahr 2013 sollen 260 Kilometer zusätzliche Radwege entstehen, kündigte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch in Nürnberg an. Die Staatsregierung stelle dafür verteilt auf fünf Jahre 40 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere sechs Millionen Euro steuerten Kommunen bei. Das Sonderprogramm umfasse 158 Radwegprojekte an bestehenden Staatsstraßen. Außerdem sollen fünf Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung in den Bau von Radwegen fließen, sagte Herrmann.

Nach Angaben der Straßenbauverwaltung soll bis zum Jahr 2013 knapp ein Viertel des rund 7000 Kilometer langen Staatsstraßennetzes mit Radwegen ausgestattet sein, derzeit sind es rund 22 Prozent. Bei dem Sonderprogramm seien stark belastete Landstraßen vorrangig berücksichtigt worden. Darüber hinaus habe der künftig erwartete Radverkehr eine Rolle gespielt. Hohe Priorität hätten auch Fernradwege, die entlang von Staatsstraßen geführt werden, erläuterte Herrmann. Auch die Unfallhäufigkeit sei bei der Auswahl der Strecken berücksichtigt worden.

Das größte Projekt in Oberbayern ist der Bau eines 4,1 Kilometer langen Radwegs zwischen Oberpfaffenhofen und Unterbrunn (Landkreis Starnberg), in Niederbayern der Bau einer 5,1 Kilometer langen Radlerverbindung zwischen Gstaudach und Bodenmais (Landkreis Regen) und in der Oberpfalz die Verbreiterung des 4,4 Kilometer langen Radweges zwischen Ramspau und Hirschling (Landkreis Regensburg). In Oberfranken profitiert vor allem die Fränkische Schweiz von dem Programm. Einer der längsten und teuersten Projekte in Mittelfranken ist der Ausbau des Radweges zwischen Nürnberg-Langwasser und Wendelstein, in Schwaben der Rad- und Gehweg zwischen Eppisburg und Binswangen (Landkreis Dillingen).

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