Amphibientunnel an Kreis- und Gemeindestraßen

Zwölf Millionen Euro für Schutz von Fröschen

München/Weißenburg - Der Freistaat baut an Bundes- und Staatsstraßen rund 40 Schutzsysteme für gefährdete Amphibien. Dafür investiert das Land rund zwölf Millionen Euro.

Durch den Bau der Tunnel und Leiteinrichtungen werde nicht nur die Überlebensquote von Frosch und Co. erhöht, sondern auch die freiwilligen Helfer und Verkehrsteilnehmer seien besser geschützt, teilte Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in Weißenburg mit.

Der Vorsitzende des Bundes Naturschutz, Hubert Weiger, sagte, das Programm habe Vorbildfunktion. Gemeinden und Landkreise sollten solche Tunnel nun auch an 50 landesweit wichtigen Amphibienwanderwegen an Kreis- und Gemeindestraßen bauen.

Bis Ende des vergangenen Jahres wurden bereits 25 Maßnahmen des Amphibienschutzprogramms umgesetzt. Meist wurden die Verbesserungen gleichzeitig mit Fahrbahnbelags-Erneuerungen, Straßenverbreiterungen oder mit dem Bau neuer Geh- und Radwege umgesetzt. Bis Ende 2016 sollen alle Maßnahmen abgeschlossen sein.

Beispielhaft für das Programm ist ein Amphibienweg in Weißenburg. Dort fingen bislang Zäune die Kröten und Frösche vor der Straße ab und Tierschützer mussten sie über die Straße tragen. Nun gibt es an einigen Stellen Durchlässe, an anderen stählerne Leiteinrichtungen mit Auffangeinrichtungen im 30-Meter-Abstand.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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