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Viele volljährige Flüchtlinge brauchen weiterhin sozialpädagogische Betreuung. 

Bayern will für junge Flüchtlinge mitzahlen

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Sie sind zwischen 18 und 21 Jahre alt, aber trotzdem auf Jugendhilfe angewiesen. Für die Betreuung dieser jungen Flüchtlinge zahlen die Bezirke, bis jetzt.

Offenbar plant die Staatsregierung, ab 2017 einen Teil der Kosten zu übernehmen. Bezirkstagspräsident Josef Mederer (CSU) bestätigte nach einem CSU-internen Treffen, die Regierung könne sich vorstellen, die Hälfte einer festgelegten Summe zu übernehmen. „Wir sind da auf einem guten Weg.“

Derzeit kümmert sich die Jugendhilfe in Bayern um 3400 volljährige Flüchtlinge. Allein den Bezirk Oberbayern kosten Unterbringung, Verpflegung und therapeutische Betreuung in diesem Jahr etwa 67 Millionen Euro, Tendenz steigend: Denn zum Jahreswechsel wird die Zahl der volljährigen Flüchtlinge wachsen. Viele von ihnen sind ohne Papiere nach Bayern gekommen, der Einfachheit halber haben die Behörden als Geburtsdatum den 1. Januar 1999 festgelegt.

Mederer schätzt die Kosten für Oberbayern im nächsten Jahr auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Weil das für die Bezirke nicht mehr zu schultern ist – schon heuer mussten sie an die Rücklagen ran – haben sie den Freistaat aufgefordert, künftige Kosten zu übernehmen. Die Zeichen stehen nun also auf Kompromiss: Eine Lösung soll beim nächsten Kommunalgipfel in etwa zwei Wochen beschlossen werden.

Auch Landkreise und Kommunen dürften sich über die Nachricht freuen. Würde es beim Status quo bleiben, müssten sich die Bezirke das Geld nämlich per Umlage von den Kreisen holen. Die würden das Problem wohl an die ohnehin stark belasteten Gemeinden weitergeben.

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