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Rechtslastig? Die Band Frei.Wild.

Oberbürgermeister erstattet Anzeige

Frei.Wild in Bamberg "nicht willkommen"

Bamberg - Die Band Frei.Wild tritt in Bamberg auf - zum Unmut der Stadt. Jetzt tauchten auch noch Einladungen auf, die die Unterschrift des Oberbürgermeisters tragen - eine Fälschung.

Ein geplanter Auftritt der umstrittenen Band Frei.Wild sorgt in Bamberg für Wirbel. Unbekannte haben gefälschte Briefe verteilt, die suggerieren, Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) habe persönlich zu dem Konzert eingeladen. Starke hat nun Anzeige erstattet, wie eine Sprecherin der Kommune am Donnerstag sagte: „Wir wagen keine Interpretation, woher der Brief kommen könnte.“ Wie viele Haushalte das gefälschte Schreiben erhalten haben, sei unklar. Die Kripo Bamberg ermittle nun, sagte ein Polizeisprecher. Allerdings gebe es bislang noch kein Ergebnis.

Das Konzert der Südtiroler Band ist für den 21. Dezember im Rahmen eines Festivals geplant. Wegen der angeblichen Rechtslastigkeit war die Gruppe im März von der Echo-Nominierungsliste gestrichen worden. Zuvor hatten andere Bands wegen der Frei.Wild-Nominierung protestiert.

Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote (Grüne) hatte sich mit anderen Grünen-Politikern vor wenigen Tagen mit einem offenen Brief an die Stadt gewandt und den geplanten Auftritt kritisiert. „Denn mit ihren nationalistisch-völkischen Texten hetzt Frei.Wild gegen Andersdenkende“, schrieb Gote. Die Stadt erklärte daraufhin: „Frei.Wild ist in Bamberg, wie in zahlreichen anderen Städten auch, nicht willkommen.“ Aber mit rechtlichen Mitteln sei der Auftritt nicht zu verhindern. Als die Congress + Event GmbH als Betreiberin der Veranstaltungshalle den Vertrag unterzeichnet habe, seien die am Festival beteiligten Gruppen noch nicht festgestanden. Nun könne man den Vertrag nicht wieder lösen. Der Betriebsgesellschaft beziehungsweise der Stadt drohten sonst hohe Schadenersatzforderungen.

dpa

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