Freund in den Main gestoßen - Prozess gegen 19-Jährigen

Würzburg/Margetshöchheim - Weil er seinen Kumpel bei einer Rangelei in den Main gestoßen haben soll, steht ein 19-Jähriger von Donnerstag an vor dem Landgericht Würzburg.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem jungen Mann Körperverletzung mit Todesfolge vor. Der 19-Jährige hat bereits gestanden, im vergangenen Mai seinen 17 Jahre alten Freund über ein Brückengeländer zwischen Veitshöchheim und Margetshöchheim (Landkreis Würzburg) gehoben und dann geschubst zu haben. Trotz erheblicher Gegenwehr war der 17- Jährige nach Darstellung der Anklage in den 14 Grad kalten Fluss gestürzt und ertrunken. Eine Tötungsabsicht vermutet die Anklage nicht, geht aber von vorsätzlichem Handeln aus.

Das Opfer und der Angeklagte aus dem Landkreis Würzburg waren zur Tatzeit betrunken und wollten den Steg überqueren. Dabei gerieten die Kumpels nach Ansicht der Staatsanwaltschaft in Streit, der Angeklagte hob den 17-Jährigen über das Geländer und ließ ihn fünf Meter tief ins Wasser fallen. Das Opfer soll in der Dunkelheit in Panik geraten sein und die Orientierung verloren haben. Der junge Mann ertrank und wurde kurz nach dem Unglück von einem Taucher gefunden.
Der Prozess findet vor der Jugendkammer statt. Insgesamt sind fünf Verhandlungstage angesetzt (Az: JK Ks 803 Js 9015/08 jug.)

dpa

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