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Gerichtsurteil

Freundin ermordet: Lebenslange Haft

Würzburg - Ein Würzburger ist zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden: Er soll seine Freundin brutal erstochen und erschlagen haben.

Die Beschreibung klingt ein bisschen wie ein schlechter Horrorfilm: „Er hat seine Jeans auf links gezogen, eine Sturmhaube aufgesetzt, lederne Arbeitshandschuhe angezogen und erwartet sie mit einem Messer." So rekonstruierte Richter Burkhard Pöpperl vom Landgericht Würzburg den Mord an einer 30-jährigen Frau.

Der Mann habe im Oktober 2013 in der alten gemeinsamen Wohnung auf die Frau gewartet und sie dann plötzlich attackiert. „In meiner langen Dienstzeit habe ich selten einen derart blutigen Tatort und ein derart zugerichtetes Opfer gesehen“, sagte Pöpperl. Der Angeklagte habe zunächst nur einen tödlichen Stich geplant. Doch das Opfer habe sich nach besten Kräften und lautstark gewehrt. Mit mindestens drei Messern und zwei Pfannen habe er auf sie eingestochen und eingeschlagen. „Bis das Opfer verstummte und starb.“

Das Gericht verurteilte den 40-jährigen Freund des Opfers, seine Freundin mit zahlreichen Messerstichen und Schlägen ermordet zu haben. Die Richter sahen es am Mittwoch als erwiesen an, dass er die 30-Jährige heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet hat. Als tragende Motive nannte Richter Pöpperl in seiner Urteilsverkündung Missgunst und verletzte Eitelkeit.

Opfer hatte sich in anderen Mann verliebt

Der Angeklagte hatte im Prozess geschwiegen. Am Tattag im Oktober 2013 hatte er behauptet, dass das Paar von einem Unbekannten überfallen worden war. Für diese These habe es jedoch keinerlei Hinweise gegeben, sagte Pöpperl. Der Angeklagte und das Opfer hatten einen dreijährigen Sohn, der wenige Monate zuvor nach einer schweren Krankheit gestorben war. In der Zeit hatte sich die Frau in einen anderen Mann verliebt. Der Staatsanwalt hatte lebenslang für den Angeklagten gefordert, die Verteidiger plädierten auf Freispruch.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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