Friseurbesuch
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Ein Kunde ließ sich einen Friseurtermin ordentlich was kosten (Symbolbild).

„Sah aus wie ein Schaf“

Erster Friseurtermin nach Lockdown: Mann aus Bayern ersteigert Haarschnitt für 422 Euro

  • Katarina Amtmann
    vonKatarina Amtmann
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422 Euro - so viel zahlte ein Mann in Bayreuth für den ersten Friseurtermin nach dem Corona-Lockdown. Der 42-Jährige hatte den Termin ersteigert, das Geld wird gespendet.

Bayreuth - Satte 422 Euro hat sich ein Kunde in Bayreuth den ersten Haarschnitt nach dem Corona-Lockdown* kosten lassen. Das Geld soll gespendet werden und der Bayreuther Tafel und einem Projekt für trauernde Kinder zugutekommen. „Er war glückselig, dass die Wolle endlich runter konnte“, erzählte Friseur Andreas Nuissl, der die Idee für die Versteigerung des ersten Termins hatte, am Montag. „Wolle im wahrsten Sinne des Wortes - bei seinen Naturlocken sah er aus wie ein Schaf.“

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Im Oktober sei der 43-jährige Handwerker demnach das letzte Mal beim Friseur gewesen, so Nuissl. Bestimmt sechs Zentimeter Locken habe er nun abgeschnitten. „Es ist ein unglaubliches Gefühl, endlich wieder arbeiten zu können.“

Seit dem 16. Dezember waren Friseure aufgrund des Corona*-Lockdowns geschlossen. Das Verbot wurde nach einem Bund-Länder-Gipfel zum 1. März aufgehoben. Ein Haarschnitt ist nur mit einem Termin möglich. Kunden müssen dabei eine FFP2 Maske* tragen, Friseure mindestens medizinische Gesichtsmasken. Außerdem brauchen Salons ein Hygienekonzept, dazu zählt auch der Mindestabstand zwischen Kunden von 1,5 Metern.

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„Wir sind immer noch in der Pandemie“, betonte Nuissl. „Wir dürfen nichts überstürzen und auf jeden Platz einen Kunden setzen.“ Das habe auch sein Gutes - wegen der notwendigen Pausen sei der erste Arbeitstag nicht so stressig wie gedacht. Bis Ende März sei er aber komplett ausgebucht.

„Gerade eben habe ich einer Kundin die Haare geschnitten, die 500 Euro gespendet hat“, berichtete der Friseur. Rund 2000 Euro seien schon zusammen gekommen, Mitte März wolle er das Geld übergeben. „Die Spendenbox lasse ich noch bis dahin stehen. Das ist auch ein guter Gesprächsstoff für Kunden, dann reden wir nicht nur über Corona.*“ (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Alle aktuell geltenden Corona-Regeln in Bayern finden Sie in unserer Übersicht.*

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