Frost macht Bauern zu schaffen

München - Die eisige Kälte macht den Bauern zunehmend zu schaffen. Maschinen sind nicht nutzbar, Leitungen gefroren - und vielleicht ist sogar die Ernte in Gefahr.

Die Bauernverbände haben am Donnerstag über die Folgen der Kältewelle für die Landwirtschaft geklagt. Teils seien Wasserleitungen in den Ställen eingefroren, die Energiekosten stiegen und Ackerpflanzen drohten Frostschäden, teilten der Deutsche und der Bayerische Bauernverband mit. Viele Maschinen seien nur eingeschränkt nutzbar; das verzögere etwa die Stallarbeiten. Die Tiere selbst seien nicht gefährdet. Für Rinder und Pferde sowie Schafe und Ziegen seien die Minusgrade kein Problem, wenn sie im Stall seien und keine Zugluft hätten. Bei Schweinen und Geflügel gebe es moderne Klima- und Heizungsanlagen. Allerdings könnten Schlachtschweine nur eingeschränkt aus dem Stall geholt und transportiert werden. Deshalb könnten beim Fleisch die Preise steigen.

Die Folgen für die Feldfrüchte seien noch unklar. Grundsätzlich bereite Frost den Wintersaaten wenig Probleme. Grund zur Sorge gebe es allerdings, da die Schneedecke vielerorts zu dünn sei. Zudem seien Raps und Wintergerste nach den milden Temperaturen im November bis Januar relativ weit entwickelt und damit anfälliger. Ob Ackerkulturen erfroren seien, zeige sich erst nach der Frostperiode zu Beginn des Pflanzenwachstums. Der Handel mit Getreide und Ölsaaten ist laut Bauernverband derzeit auch in Bayern durch das Eis auf Donau, Main und dem Rhein-Main-Donau deutlich behindert.

dpa

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