Frost, Niederschlag und die Aussichten: Unsere Winter-Bilanz

München - Die Wollmütze kann vorerst daheim bleiben: Heute ist Frühlingsanfang, das Wetter freiluft-tauglich. Wurde auch höchste Zeit – denn der Februar war bitterkalt. Eine Bilanz der Wintermonate.

Sie haben schon ein besonders dickes Fell, wenn Sie an diesem Tag nicht gefroren haben: Der 12. Februar, es war ein Sonntag, war der kälteste Tag dieses Winters. Zumindest, was die Daten angeht, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) in München aufzeichnet. Minus 16,6 Grad war der Rekord an dem Tag, der Schnitt minus 12,6 – wärmer als minus 9,4 wurde es nicht. Das ist hoffentlich eiskalte Geschichte. Heute ist meteorologischer Frühlingsbeginn. Zeit für eine Winterbilanz.

Es war zu warm

Winter, das sind die Monate Dezember, Januar und Februar – und die waren zusammen nach Angaben der Expertin Gudrun Schlaf vom Wetterdienst im Schnitt ein bisschen zu warm.

Der Dezember hat gut vorgelegt: Er war mit durchschnittlich 4 Grad im Vergleich zum langjährigen Mittel (0,6 Grad) deutlich zu mild. Dann kam der Januar, schon etwas kühler mit 1,9 Grad – das sind 2,4 zu viel. Doch der frostige Februar hat alles herausgerissen. Ohne die Werte vom gestrigen Mittwoch war der Monat im Durchschnitt minus 3,3 Grad kalt (langjähriger Wert plus 1 Grad). Was insgesamt bleibt, ist eine Abweichung vom Langzeit-Durchschnittswert von 0,6 Grad.

Endlich Frühling! So strahlen München und Bayern

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Der Frost

Im Dezember gab es lediglich sechs sogenannter Frosttage, an denen die Thermometer die Null-Grad-Grenze unterschritten haben. „Das ist sehr wenig“, sagt Expertin Schlaf. Im Januar waren es etwas mehr, nämlich 15 – „auch nicht massiv“. Doch der Februar hatte gleich 22. Und davon waren auch noch 14 Eistage, an denen es rund um die Uhr unter Null Grad blieb. Doch so kalt der Februar startete, so mild wurde er gegen Ende.

Die wärmsten Tage

Der wärmste Tag des Winters war nämlich im Februar. Und zwar der 24., ein Traumtag mit viel Sonnenschein und Föhnblick von München bis zu den Alpen. Durchschnittlich 8,4 Grad maß der Wetterdienst, der Spitzenwert lag bei 13,4 Grad.

Der Niederschlag

Der Februar war auch der trockenste Monat. Nicht einmal die Hälfte des durchschnittlichen Niederschlags ging laut Expertin Schlaf runter. Das war im Dezember mit 188 Prozent mehr Regen und Schnee anders. Der Januar war ähnlich (plus 186 Prozent) – an 22 von 31 Tagen verzeichneten die Meteorologen Niederschlag.

Die Aussichten

Kommt heute oder in den nächsten Tagen die Sonne raus, wird es richtig warm: Bis zu 13 Grad in München sind möglich, am Bodensee um die 15. Doch ganz wird sich der Frühling nicht durchsetzen: Ab kommender Woche kann es im Flachland sogar wieder schneien.

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