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Gute Sicht und Sonne: Perfekte Bedingungen herrschten zum Auftakt der Ski-Saison auf der Zugspitze. Vielen anderen bayerischen Ski-Gebieten machte allerdings der Föhn einen Strich durch die Rechnung.

Start der Wintersportsaison

Früher Ski-Start dank Schnee-Depots

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München - Auf der Zugspitze startet die Skisaison – dank gelagertem Schnee deutlich früher als im vergangenen Jahr. Den meisten anderen bayerischen Gebieten macht der Föhn einen Strich durch die Rechnung. Aber der Schnee soll kommen.

Die Saison war noch gar nicht vorbei, da dachten die Pistenarbeiter an der Zugspitze schon wieder an den nächsten Winter. Noch im Frühjahr begannen sie damit, 300 000 Kubikmeter Schnee an schattigen Plätzen in Mulden und Rinnen zusammenzuschieben. Etwa 60 Prozent des Schnees in den Depots auf 2300 Metern und höher überstand den Sommer. Snowfarming nennt sich diese Methode, die in Österreich schon länger angewandt wird. Jetzt liegt der gelagerte Schnee mit dem Neuschnee der vergangenen Woche wieder auf den Pisten von Deutschlands höchstem Skigebiet – und die Wintersport-Gaudi kann losgehen.

Mit Sonnenschein und guter Fernsicht starteten rund 1000 Wintersportler am Freitag auf der Zugspitze die Ski-Saison. „Besser kann man es sich nicht wünschen“, sagte Verena Lothes von der Zugspitzbahn. Die beiden Schneefernerkopflifte und die Sesselbahn Sonnenkar gingen in Betrieb, geöffnet sind zum Start-Wochenende folgende Pisten: die beiden Gletscherabfahrten, die Pisten Kleine Sonnenkar und Sonnenkar sowie der untere Bereich der Abfahrt Weißes Tal bis zur Talstation der Sesselbahn. Auch die Schlittenfahrer können an diesem Wochenende bereits loslegen. Der Rodelhang Schneefernerkopf ist ebenfalls geöffnet.

Im vergangenen Jahr waren die ersten Pisten Anfang Dezember befahrbar. Ohne den gelagerten Schnee wäre der frühe Start nicht möglich gewesen. „Es hat zwar gut geschneit Anfang November, aber die Grundlage haben wir den Depots zu verdanken“, sagt Verena Lothes. So bleibe der Neuschnee auf dem Geröllgebiet der Zugspitze besser liegen.

In den anderen bayerischen Skigebieten warten die Bahn-Betreiber derweil noch auf Winterwetter. Zwar hatten im Allgäu am vergangenen Wochenende schon mehrere Liftbetreiber den Betrieb aufgenommen. „Wir waren selber überrascht, wie motiviert die Leute schon waren“, sagt Sonja Schön von den Schwärzenliften. Doch jetzt macht ihnen der Föhn einen Strich durch die Rechnung. „Wenn wir bei dem jetzigen Pistenzustand aufmachen, würden wir uns bloß den Ruf versauen“, sagt Cornelia Leicht von der Hörnerbahn. Spontan könne man aber am Sonntag reagieren und die Pisten öffnen.

Also warten. Warten auf den Wetterumschwung. Und der könnte zumindest vorübergehend schon am heutigen Samstag kommen, sagt Guido Wolz vom Deutschen Wetterdienst. „Der Samstag wird kein schöner Skitag“, sagt der Meteorologe. Eine Kaltfront sorgt für Wolken und viel Wind. Aber auch für Schnee. 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee seien etwa auf der Zugspitze möglich, sagt Wolz. Die Schneefallgrenze sinke auf etwa 1000 Meter. „Am Sonntag ist dann schlagartig alles vorbei.“ Dann kommt wieder häufiger die Sonne durch. Und der Föhn kehrt zurück.

Auch die Kooperationspartner des Alpen-Plus-Passes stehen bereits in den Startlöchern. „Je nach Wetter könnten wir in einigen Gebieten am kommenden Wochenende starten“, sagt Antonia Asenstorfer. Zu den Partnern gehören die Gebiete Brauneck-Wegscheid, Wallberg, Spitzingsee-Tegernsee und Sudelfeld. Seit dieser Saison gibt es neben dem Saisonskipass auch die Alpen Plus Gletschercard. Für 550 Euro können die Wintersportler zusätzlich in den Ski-Gebieten Wendelstein, Hocheck, Zahmer Kaiser, Hochkössen und am Stubaier Gletscher fahren. „Die Resonanz ist gut“, sagt Asenstorfer über den neuen Pass, der schon seit dem 1. Oktober gilt – allerdings müsse sich das neue Angebot erst noch herumsprechen.

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