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Ende November hält der Frühling Einzug in Bayern - zumindest für zwei Tage.

Temperatursprung in Bayern

Frühling im November, doch ein Experte rät von Bergtouren ab

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    Magdalena Höcherl
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Erst Schneeregen und Frost, jetzt Sonnenschein wie im Frühling: In dieser Woche wird es in weiten Teilen Bayerns noch einmal richtig warm. Von Ausflügen in die Berge rät der Wetterdienst trotzdem ab.

München – Er beginnt offiziell erst am 21. Dezember, doch der Winter hat schon Mitte November einige Menschen im Freistaat überrascht – mit frostigen Temperaturen und dem ersten Schnee. Aber jetzt wird es noch einmal richtig warm: Bis zu 17 Grad erwarten die Meteorologen heute und morgen in Bayern.

„Am Mittwoch hängen noch einige Nebelreste über dem Freistaat, die sich jedoch nach und nach auflösen“, sagt Dirk Mewes vom Deutschen Wetterdienst. Nur im Osten Bayerns und entlang der Donau bleibt es trüb. Dort hält sich der Nebel länger und die Temperaturen bleiben im einstelligen Bereich. Für Oberbayern und Schwaben sind die Aussichten besser: „In der Region um München und bis zu den Alpen sind heute und morgen viel Sonnenschein und 16 Grad möglich“, sagt der Meteorologe.

Tief über Schottland beschert uns warme Temperaturen

Der Grund für das frühlingshafte Gastspiel ist ein schwaches Zwischenhoch über dem Atlantik. „Derzeit hängt ein Tiefdruckgebiet über Schottland, das mildere Luft nach Bayern schiebt“, erklärt Mewes. Da von Tief „Reinhard“ auch das Alpenvorland viel abbekommen soll, warnt der Experte übereifrige Wanderer. Obwohl die Temperaturen dazu einladen, sei das Wetter in den Bergen nicht zu unterschätzen. „Auf höheren Gipfeln sind Windböen bereits sehr stark“, sagt Mewes. Auf 1500 Metern könne Windstärke 7 von 12 erreicht werden – das entspricht einer Windgeschwindigkeit von bis zu 60 Kilometern pro Stunde. „Außerdem liegt dort oft schon Schnee.“ Wer also auf Nummer sicher gehen will, genießt die Sonne heute und morgen lieber im Tal.

Das geht am Donnerstag noch einmal besonders gut: Am Alpenrand werden 17 Grad erwartet. Im Rest des Freistaats zeigt das Thermometer mit zwölf bis 15 Grad ebenfalls zweistellige Temperaturen an – nur der Osten und die Donauregion bleiben außen vor.

Harte Zeiten für Skiliftbetreiber - noch

Während sich viele über die warmen Tage freuen, sind die Skiliftbetreiber im Oberland weniger begeistert. Sie stecken mitten in den Vorbereitungen für die Wintersaison. Deren Start musste Betriebsleiter Peter Lorenz am Spitzingsee (Kreis Miesbach) von 25. November auf 2. Dezember verlegen. Der Schnee solle etwas Zeit haben, die warmen Tage gut zu überstehen, sagt Lorenz. Dramatisch sei das bisschen Sonne aber nicht. Heikler ist die Lage am Brauneck (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Ob die Pisten dort ab dem ersten Dezemberwochenende befahrbar sind, ist ungewiss. „Wir müssen abwarten, wie sich das Wetter entwickelt“, sagt Lorenz.

Laut Meteorologe Mewes können die Liftbetreiber aber bald aufatmen. „Bereits am Donnerstagnachmittag ist in Unterfranken mit kleineren Schauern zu rechnen“, sagt Mewes. Sie sind die Vorboten der Kaltfront, die sich im Nordwesten Deutschlands entwickelt. „Die zieht dann langsam in den Süden.“ Daher sind die Aussichten am Wochenende nicht mehr so rosig. Am Freitag zeige sich zwar noch öfter die Sonne. Doch ab Samstag werde es wieder deutlich kühler. „Am Sonntag liegt die Schneefallgrenze wahrscheinlich wieder unter 1000 Meter.“ Ein erster Hinweis auf weiße Weihnachten ist das aber nicht. „Für solche Prognosen ist es Ende November definitiv noch zu früh“, betont Mewes. Was der Meteorologe jedoch sicher sagen kann: „Das Wetter wird auch in der nächsten Zeit wechselhaft bleiben.“

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