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Besorgniserregender Trend setzt sich fort: FSME- und Borreliose-Fälle auf Rekordhoch - auch wegen Corona

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Von: Katarina Amtmann

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Die Zahl durch Zecken übertragener Erkrankungen ist in Bayern im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert gestiegen. Ein Grund ist auch der Corona-Lockdown.

München - Mehr Zecken, mehr Ausflüge in die Natur: Die Zahl der FSME- und Borreliose-Fälle in Bayern ist im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert gestiegen. Neben dem Wetter spielt auch Corona eine Rolle.

FSME-und Borreliose-Fälle in Bayern auf Rekordhoch - auch aufgrund des Corona-Lockdowns

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden der Behörde im letzten Jahr 280 Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und 6259 Fälle von Borreliose gemeldet - das ist mehr als in allen anderen Jahren seit Beginn der Meldepflicht vor 20 Jahren.

Damit setzt sich ein besorgniserregender Trend fort: Die FSME-Erkrankungen steigen seit Juli 2017 nach LGL-Angaben deutlich an. 2019 wurden demnach 202 Fälle in Bayern registriert. Den niedrigsten Wert gab es mit 90 Erkrankungen im Jahr 2012. Der deutliche Anstieg im Jahr 2020 ist nach LGL-Angaben nicht nur auf eine gestiegene Anzahl von Zecken zurückzuführen. Viele Menschen hätten wegen des Corona-Lockdowns* bei schönem Wetter mehr Zeit draußen verbracht. Dementsprechend seien sie auch häufiger Zecken ausgesetzt gewesen.

Impfung gegen Corona und FSME: Mindestabstand von zwei Wochen zwischen Impfterminen nötig

Wie sich die Zahl der gemeldeten Erkrankungen angesichts anhaltender Corona*-Einschränkungen im laufenden Jahr entwickelt, könne man nicht prognostizieren, sagte der LGL-Sprecher. FSME ist von wenigen Landkreisen abgesehen vor allem in Süddeutschland bis hinein nach Hessen, Thüringen und Sachsen verbreitet.*

Die Krankheit kann unter anderem mit einer Hirnhautentzündung einhergehen. Gegen FSME gibt es eine Impfung - nicht jedoch gegen Borreliose. Wer sich im laufenden Jahr gegen Corona* und FSME impfen lassen will, sollte nach Angaben des Robert Koch-Instituts dabei auf einen Mindestabstand von zwei Wochen zwischen den Impfterminen achten. (kam/dpa)*Merkur.de/bayern und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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