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Der siebenjährige Rene mit seiner Mama. In der Silvesternacht starb der Junge.

Sein Onkel hielt die Predigt

Junge (7) wartete vergeblich auf ein Spenderherz - Trauerfeier besonders emotional

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Nach einem langen Kampf ist der siebenjährige Rene in der Silvesternacht gestorben. Er hatte vergeblich auf ein Spenderherz gehofft. Jetzt wurde der Junge beerdigt.

  • Ein siebenjähriger Junge starb in der Silvesternacht.
  • Er hatte vergeblich auf ein Spenderherz gewartet.
  • Hinter ihm lag ein jahrelanger Kampf.

Update vom 24. Januar: Unter großer Anteilnahme wurde die Urne von Rene (7) zu Grabe getragen. Der Junge starb in der Silvesternacht - er hatte vergeblich auf ein Spenderherz gewartet.

Die Predigt hielt Pfarrer Thomas W. Er ist Renes Onkel und Pate und war erst im Oktober zum Diakon geweiht worden, wie infranken.de berichtet. „Ich hätte mir nicht gewünscht, dass meine erste Beerdigung, die ich halte als Diakon, die Beerdigung von Rene sein wird“, sagte der Mann sichtlich bewegt und sprach weiter über das kurze Leben von Rene: „Ein Leben, dass immer zwischen Hoffen und Nichtwissen, zwischen Bangen, hellen Stunden und dunklen Situationen angelegt war.“ 

Renes Onkel nannte den Jungen einen „kleinen Kämpfer, der immer eine positive Grundeinstellung an den Tag gelegt hat“. Am Ende schwebten Dutzende bunte Luftballons in den Himmel, wie infranken.de weiter schreibt. Renes Schwester Pia ließ schließlich zusammen mit dem Bestatter Renes Urne in das Grab.

Siebenjähriger Junge stirbt in Silvesternacht: Er wartete vergeblich auf ein Spenderherz

Erstmeldung vom 3. Januar

Fuchsstadt - Rene aus Unterfranken hat es nicht geschafft. Der herzkranke Siebenjährige starb in der Silvesternacht. Dies wurde auf der Facebook-Seite „Rene will Leben“ mitgeteilt, der mehr als 1700 Menschen folgen. Hinter ihm lag ein langer Kampf ums Überleben, über den auch immer wieder die lokale Presse berichtete.

Junge kommt herzkrank zur Welt - Chancen auf Spenderherz in Deutschland gering

Der Junge wurde 2012 mit der Diagnose „Hypoplastisches Linksherzsyndrom“ geboren. Es folgten viele Operationen für das kleine Kind, wie auf der Facebook-Seite zu lesen ist. Rene kam schließlich auf die Transplantationsliste „Eurotransplant“, um ein neues Herz zu bekommen. Im April 2018 teilte ein Kardiologe den Eltern von Rene mit, dass seine Chancen, in Deutschland ein geeignetes Herz zu erhalten aufgrund seiner Blutgruppe und der Antikörper extrem niedrig wären. 

Die Familie suchte daraufhin im Ausland nach Hilfe, wie es in der Facebook-Gruppe weiterzulesen ist. Seine Mutter ging mit Rene nach Spanien. Im November war auf der Facebook-Seite ein Fazit zu lesen: 

„Physische & psychische Auf und Abs begleiten die Beiden ständig. Stetige Ungewissheit, verbunden mit Sorgen und Ängste waren und sind ständige Begleiter. Der ersehnte Anruf lässt weiter auf sich warten.“ 

Damit die Mutter überhaupt mit ihrem Sohn nach Spanien gehen und ihn dort auf die Transplantationsliste setzen lassen konnte, ist unzähligen Spenden und Hilfsaktionen zu verdanken.

Junge (7) aus Fuchsstadt herzkrank: für Weihnachten darf er nach Hause

Anfang Dezember teilte das Team von „Rene will Leben“ mit, dass sich der Gesundheitszustand des 7-Jährigen deutlich verschlechtert habe. Trotzdem gab es kurz vor Heiligabend noch eine gute Nachricht: Rene darf Weihnachten zuhause verbringen, die Ärzte haben ihr Okay gegeben. Am 1. Januar fand sich dann aber eine traurige Nachricht auf Facebook. Kurz und knapp hieß es da: „Rene ist heute Nacht zu den Engeln gereist...Ruhe in Frieden kleiner Rene.“

Kein Spenderherz: Siebenjähriger stirbt - Menschen schockiert

Die Menschen, die Renes Schicksal verfolgt haben, zeigen sich geschockt von der Nachricht. „Mir fehlen gerade die Worte. Gute Reise lieber Rene, komm gut an und pass gut auf deine Familie auf“, heißt es da beispielsweise. 

„Nein, das darf nicht sein! Ich hab jeden Tag an euch gedacht und war mir so sicher, dass René es schafft, bis ein Herz gefunden ist“, schreibt eine weitere Person. Mit „Ruhe in Frieden kleiner großer Kämpfer“ oder „Ruhe in Frieden kleiner tapferer Mann!“ zollen die Menschen dem Siebenjährigen Respekt für seinen langen Kampf. Rene hinterlässt seine Eltern und seine Schwester Pia.

Franka (2) hatte dagegen Glück. Das kleine Mädchen hat ein neues Herz bekommen. Der erlösende Anruf kam am Weltherztag.

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