Mit genialer Masche

Für 90.000 Euro: Mann bestellt seit Jahren online Waren - bezahlt aber nie

Ein Mann aus dem fränkischen Schwarzenbruck hat sich über Jahre in mindestens 220 Fällen Waren online Waren liefern lassen - aber nie bezahlt. Jetzt entlarvte die Polizei seine Masche.

Schwarzenbruck - Mit fremden Personalien oder Daten aus geknackten Kunden-Konten soll er Waren im Wert von 90.000 Euro bestellt haben: Die Polizei ist einem mutmaßlichen Online-Betrüger aus Schwarzenbruck im Nürnberger Land auf die Schliche gekommen. 

Seit Ende 2016 soll der 29-Jährige in mindestens 220 Fällen betrügerisch Waren bei Online-Anbietern bestellt haben. Auch zahlreiche Betrugsfälle aus dem Raum Altdorf konnten dem Mann nach Angaben der Polizei von Montag zugeordnet werden.

Der 29-Jährige soll für seine Taten anonyme E-Mail-Adressen, fremde Personalien oder die Daten aus gehackten Kunden-Accounts verwendet haben. Die so bestellten Waren ließ er sich an eine Packstation oder an Briefkästen leerstehender Gebäude liefern.

Ausgangspunkt für die Ermittlungen der Kriminalpolizei Schwabach war eine Wohnungsdurchsuchung im März 2017 bei dem Mann. Die Polizisten hatten gegen den ehemaligen Angestellten eines Paketzentrums wegen des Verdachts des Diebstahls ermittelt. Dann stießen die Beamten jedoch auf Belege für Online-Bestellungen mit fremden Personalien, entsprechende Notizen und Sendungsnachweise.

dpa/lby

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Rubriklistenbild: © dpa / Oliver Berg

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