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Der Verurteilte hatte im Februar 2015 in einem Fürther U-Bahnhof einen 28-Jährigen mit einem Messer tödlich verletzt.

BGH hebt Urteil teilweise auf

Fürther Messerstecher: Fall wird neu aufgerollt

Karlsruhe/Fürth - Der Fall eines wegen einer Messerattacke zu sieben Jahren Jugendstrafe verurteilten Fürthers muss in Teilen neu aufgerollt werden.

Der Bundesgerichtshof (BGH) gab damit in einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung einer Revision des Mannes zum Teil statt. Nach Auffassung der Bundesrichter lässt sich am Schuldspruch des Landgerichts Nürnberg-Fürth selbst nicht rütteln, wohl aber am Strafmaß, betonten die Bundesrichter.

Nach Ansicht des BGHs berücksichtigt das Landgericht-Urteil von Ende Oktober 2015 „ausschließlich Umstände, die auch bei Erwachsenen berücksichtigt werden, lässt hingegen wesentliche erzieherische Gesichtspunkte völlig außer Betracht“. Auch habe das Landgericht nicht ausreichend die Lebensumstände des beim Urteil 20-Jährigen gewürdigt. So sei dieser vorher nie straffällig geworden und habe nach abgeschlossener Berufsausbildung eine feste Stelle gehabt.

Das Landgericht hatte es in seinem Urteil als erwiesen angesehen, dass der 20-Jährige im Februar 2015 in einem Fürther U-Bahnhof einen 28-Jährigen plötzlich mit einem Messer niederstach und damit tödlich verletzte. Der Täter war im Vollrausch gegen die Freundin des späteren Opfers getorkelt; daraufhin sei es zu einem Wortgefecht gekommen, der zum Gewaltexzess führte. Der Verteidiger des Angeklagten hatte von einer „Notwehrstrategie“ gesprochen und Freispruch verlangt.

dpa

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