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Beengt: Innenansicht vom Fugger-Express. Und Gepäckablagen sind auch selten.

Nach massiven Klagen

Acht Zentimeter mehr Platz im Fugger-Express

München – Nach massiven Klagen der Pendler und des Fahrgastverbands Pro Bahn schafft die Deutsche Bahn im Fugger-Express mehr Platz. Immerhin acht Zentimeter mehr Sitzabstand sind möglich.

Manchmal ist der Fortschritt in Millimetern nachweisbar – zum Beispiel beim Fugger-Express, einem Regionalzug der Deutschen Bahn, der zwischen München und Schwaben (Augsburg/Donauwörth) pendelt. Nach massiven Klagen der Pendler und des Fahrgastverbands Pro Bahn bessert die Deutsche Bahn jetzt nach: In den zwar beschleunigungsschnellen, aber sehr beengten Triebzügen werden jeweils vier der bisher 52 Sitze entfernt. Dadurch kann der Sitzabstand um acht Zentimeter von 750 Millimeter auf 830 Millimeter vergrößert werden, rechnete die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) akribisch vor. Die BEG, die dem Wirtschaftsministerium untersteht, bestellt den Zugverkehr bei den Bahngesellschaften und ist auch für die Qualitätsstandards mit verantwortlich.

Einen Erfolg gibt es auch bei den Gepäckablagen, von denen es zu wenige gibt. Die DB Regio, so sagte BEG-Geschäftsführer Fritz Czeschka, habe sich bereit erklärt, zusätzliche Ablagen einzubauen. Die Umbauten sollen nach Angaben von DB Regio im Spätherbst beginnen, etwa drei Monate sind veranschlagt. Engpässe bei der Fahrzeug-Bereitstellung soll es in dieser Zeit nicht geben.

Noch Zukunftsmusik ist dagegen ein Stundentakt auf den Unterwegs-Haltestellen zwischen München und Augsburg – speziell Althegnenberg, Haspelmoor und Mammendorf. Dies hatte der CSU-Landtagsabgeordnete Reinhold Bocklet angeregt, in dessen Stimmkreis die Bahnhöfe liegen. Der Landtag hat den Stundentakt mit einem einstimmigen Beschluss unterstützt – doch ob dies fahrplantechnisch machbar ist, muss erst geprüft werden. Die Grünen forderten zudem längere Zugeinheiten – also bis zu drei aneinander gekoppelte Triebzüge –, scheiterten mit ihrem Antrag jedoch im Landtag.  

dw

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