Täglich lauschen mehr als 3,2 Millionen

Neue Radiohörer-Zahlen: Ein bayerischer Sender verliert deutlich

Wieder einmal gibt es neue Hörerzahlen der Radiosender Bayerns. Und diese belegen ganz klar: Ein Sender ist die absolute Nummer eins - und ein anderer verliert deutlich.

München - Der alte Spitzenreiter ist auch der neue: Wieder einmal hat Bayern 1 die Zahl seiner Hörer weiter ausgebaut und bleibt damit das meistgehörte Programm im Freistaat. Das geht aus der Funkanalyse Bayern 2018 hervor.

Demnach dürfen sich aber vor allem die bayerischen Lokalradio-Programme freuen: An einem durchschnittlichen Werktag erreichen die Lokalradios 29,2 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren in Bayern und somit täglich mehr als 3,2 Millionen Hörer. Und auch der Marktanteil der Lokalradios insgesamt ist gestiegen. Lag er im Vorjahr noch bei 18,7 Prozent, stieg er nun auf 20,6 Prozent.

Funkanalyse Bayern 2018: Antenne Bayern verliert klar - Bayern 1 weiter Spitzenreiter

Doch es gibt auch Verlierer: Antenne Bayern kommt allein auf eine Tagesreichweite von 28,4 Prozent - das  ist im Vergleich zum Vorjahr aber ein klarer Verlust von 1,6 Prozent. 

Der Bayerische Rundfunk darf mit seiner Ausbeute zufrieden sein. Bayern 1 erzielt an einem durchschnittlichen Werktag eine Tagesreichweite von 29,5 Prozent, Bayern 3 erreicht 22,4 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren in Bayern. Damit haben sich beide Sender im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. 

Lesen Sie auch: Die Zahlen von März 2018: Das ist Bayerns beliebtester Radiosender

Für den Großraum München darf sich Radio Arabella als Sieger fühlen. Der Sender liegt mit einer Tagesreichweite von 15,3 Prozent auf Rang eins im erweiterten Stereoempfangsgebiet. Radio Gong 96,3 darf sich im Stereoempfangsgebiet mit 14,9 Prozent über die besten Zahlen und einen deutlichen Zuwachs um 1,2 Prozent freuen. Auf den Rängen zwei und drei folgen Energy München und 95.5 Charivari. Beide Sender legten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu.

Lokalradios legen deutlich zu - BLM-Präsident zufrieden

BLM-Präsident Siegfried Schneider zeigt sich begeistert und ist vor allem mit dem Zuwachs der Lokalradios zufrieden: „Lokalradio gewinnt in Zeiten der Digitalisierung und des globalen Wettbewerbs Hörer dazu - das ist für mich ein sehr bemerkenswertes Ergebnis. Mit einer Tagesreichweite von 3,22 Mio. Personen ab 14 Jahren wurde das drittbeste Ergebnis der vergangenen 30 Jahre erzielt. Damit ist es den lokalen Radioangeboten in Bayern gelungen, ihre Wettbewerbsposition im Vergleich zu Antenne Bayern und dem Bayerischen Rundfunk auszubauen.“

Lesen Sie auch: Das Ende des analogen Radios im Kabel naht

Und auch im Vergleich mit alternativen Angeboten von Streamingdiensten aus dem World Wide Web kann sich das Lokalradio sehen lassen: „Aber auch im zunehmenden Wettbewerb mit alternativen Audio-Angeboten, vor allem Streamingdiensten, ist die lokale Berichterstattung als Alleinstellungsmerkmal des Lokalfunks offensichtlich ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor: Trotz steigender Nutzungsdauer von Streamingdiensten haben die Lokalradios auch bei der Hördauer zugelegt und erreichen dabei auch überdurchschnittlich viele junge Hörer.“

sdm

Auch interessant

Video: So senden wohl Geheimdienste Botschaften übers Radio

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Lukas Schulze

Meistgelesene Artikel

Paar feiert rauschende Hochzeit - jetzt ist sie ein Fall für die Polizei
Erst Jubelpaar, jetzt ein Fall für die Polizei: Ein rauschendes Hochzeitsfest - das hat ein frisch vermähltes Ehepaar in Bayern gefeiert. Doch dann wurde es so richtig …
Paar feiert rauschende Hochzeit - jetzt ist sie ein Fall für die Polizei
Messer-Attacken in Nürnberg: Verdächtiger (38) festgenommen - DNA-Abgleich führte zu mutmaßlichem Täter
Nach den Messer-Attacken in Nürnberg hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Ein DNA-Abgleich führte die  Ermittler zu dem mutmaßlichen Täter. Bayerns …
Messer-Attacken in Nürnberg: Verdächtiger (38) festgenommen - DNA-Abgleich führte zu mutmaßlichem Täter
Berchtesgaden: Jäger will tote Gams bergen und rutscht 30 Meter in die Tiefe
Noch einmal glimpflich ist ein 53-jähriger Jäger im Berchtesgadener Land davongekommen. Als er eine tote Gams bergen wollte, rutschte er 30 Meter in die Tiefe.
Berchtesgaden: Jäger will tote Gams bergen und rutscht 30 Meter in die Tiefe
Übergriff in Flüchtlingsunterkunft: Schülerin soll von mehreren Männern vergewaltigt worden sein
Die Staatsanwaltschaft Augsburg ermittelt gegen mehrere junge Männer, die eine 15 Jahre alte Schülerin vergewaltigt haben sollen. Mindestens eine Tat soll sich in einem …
Übergriff in Flüchtlingsunterkunft: Schülerin soll von mehreren Männern vergewaltigt worden sein

Kommentare