Presseerklärung des BFV

Spieler prügelt Schiri bewusstlos - Not-OP

Rosenheim - Gewaltexzess in der A-Klasse: Bei der Partie zwischen dem FC Ilira und dem ESV Rosenheim kam es zu brutalen Ausschreitungen. Der Schiedsrichter wurde derart heftig verprügelt, dass er notoperiert werden musste. 

Hier lesen Sie die Presseerklärung des Bayerischen Fußball-Verbandes

Beim Punktspiel der Fußball A-Klasse in den Rosenheimer Innflutmulden am 3. Oktober spielte der FC Ilira gegen den ESV Rosenheim. Die Partie wurde zunehmend aggressiver. Es mussten zwei Gelb-Rote Karten gegen den FC Ilira ausgesprochen werden. Aufgrund vieler Unterbrechungen entschied der Schiedsrichter auf eine 4-minütige Nachspielzeit. Beim Spielstand von 2:1 für die Gäste gab es in der 94. Minute nach Foul einen Freistoß am Strafraum für den ESV. Der ESV glich durch ein Tor zum 2:2 Endstand aus.

Trainer und Schiedsrichter in Klinik

Nach den jetzigen Erkenntnissen gingen einige Spieler des FC Ilira daraufhin auf den Schiedsrichter los, umringten und schubsten ihn. Ein bereits ausgewechselter Spieler stürmte vom Spielfeldrand auf den Unparteiischen mit erhobenen Fäusten zu und sprang ihn an. Er schlug ihm mehrfach ins Gesicht, bis der Schiedsrichter bewusstlos zusammenbrach. Der Trainer des ESV Rosenheim, welcher schlichtend eingreifen wollte, wurde ebenfalls massiv attackiert.

Durch den schnellen Einsatz von mehreren Streifenwagenbesatzungen konnte die Situation unter Kontrolle gebracht werden.

Der Schiedsrichter erlitt im Kopfbereich schwere Verletzungen, musste in eine Münchener Augenklinik aufgenommen und operiert werden. Die Angriff war so schwer, dass mit bleibenden Schäden zu rechnen ist. Der Trainer des ESV kam mit Verletzungen im Bauchraum ebenfalls in ein Krankenhaus.

Die Polizeiinspektion Rosenheim hat die Ermittlungen aufgenommen.

Rubriklistenbild: © dpa

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