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Auf einer Wiese wollten Gegner des G7-Gipfels campieren, dürfen aber nicht.

Mittwoch ist Tag der Entscheidung

"Stop G7 Elmau" erwägt Rechtsmittel gegen Nein zu Protestcamp

München - Anderthalb Wochen vor dem G7-Gipfel wollen die Gegner vom Bündnis „Stop G7 Elmau“ am Mittwochvormittag (11 Uhr) ihre Marschroute vorstellen.

Die G7-Gegner vom Bündnis „Stop G7 Elmau“ wollen ihr Protestcamp am Ortsrand von Garmisch-Partenkirchen und einen Sternmarsch zum Tagungsort Schloss Elmau gerichtlich durchsetzen. Eine Klage gegen die Ablehnung des Camps sei in Vorbereitung, teilten die Organisatoren am Mittwoch in München mit. Noch keinen Bescheid gibt es für den Sternmarsch. Mitorganisator Claus Schreer sagte: „Es wird uns furchtbar schwer gemacht. Sie wollen die Demonstrationen verhindern.“ Das Bündnis wolle den Marsch „mit allen Mitteln durchsetzen“.

Garmisch-Partenkirchen hatte das Protestcamp vor allem unter Hinweis auf den Hochwasserschutz abgelehnt. Die Gegner kritisierten das als politische Entscheidung. Die Überflutungsgefahr sei ein „vorgeschobenes Argument“, sagte Benjamin Ruß von „Stop G7 Elmau“. „Wenn Hochwasser in der Form eintritt, hat Garmisch ein ganz anderes Problem.“ Sofern es eine legale Campfläche gebe, beginne am Montag der Aufbau, kündigte Wuck Linhardt vom Aktionsbündnis an. „Ab Montag können Leute kommen.“ Rund 30 mobile Toiletten seien bereits für das Camp bestellt.

Örtlichen Behörden, Polizei und Innenministerium waren die Zeltlagerpläne ein Dorn im Auge. Sie warnten, gewaltbereite Gruppen könnten sich dort formieren, auch wenn die Mehrheit friedlich protestieren wolle.

Erlaubt ist inzwischen die zentrale Demonstration am 6. Juni mit 5000 bis 10 000 Menschen über die Hauptstraße von Garmisch. Nach einer Abschlussrede der früheren Grünen-Spitzenpolitikerin Jutta Ditfurth ist ein Konzert geplant. Grünes Licht gab das Landratsamt unter Auflagen zudem für die Abschlussdemonstration am 8. Juni mit etwa 500 Teilnehmern sowie für Dauerkundgebungen vom 4. Juni bis 7. Juni tagsüber an den Bahnhöfen von Garmisch-Partenkirchen, Klais und Mittenwald. Die Gegner verstehen diese Stellen auch als Anlaufpunkte.

Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Industrienationen treffen sich am 7./8. Juni auf Schloss Elmau.

dpa

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