Trotz gescheiterten Volksbegehrens

Philologen halten am G9 fest

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München – Der Bayerische Philologenverband hält ungeachtet des gescheiterten G9-Volksbegehren der Freien Wähler an einem neunjährigen Gymnasium fest.

Dies bekräftigten die Delegierten bei der Jahresversammlung des Verbands in Würzburg per Beschluss. Man müsse das Gymnasium in Bayern „grundsätzlich von neun Jahren her denken“, sagte Vorsitzender Max Schmidt. Gemeinsam mit der Landes-Eltern-Vereinigung (LEV), dem Landesschülerrat sowie der Direktorenvereinigung verabschiedeten die Philologen ein Positionspapier, in dem sie sich für eine Mittelstufe plus ohne Restriktionen aussprechen.

Auf diese Linie ist auch Schulminister Ludwig Spaenle eingeschwenkt, der in Würzburg erneut versicherte: „Es gibt keine Quote, wie viele Schüler die Mittelstufe plus besuchen können werden.“ Susanne Arndt von der LEV forderte die Staatsregierung auf, den prüfungsfreien mittleren Bildungsabschluss an den Gymnasien nach der zehnten Jahrgangsstufe beizubehalten. Auch für Schüler der Mittelstufe plus müsse dies so bleiben, sonst würden sie gegenüber Realschülern benachteiligt.

Ein weiteres Thema war die Digitalisierung. Im Digitalen Netzwerk Bayern sind bisher nur neun Schulen erfasst – viel zu wenig, meinen die Philologen. Eine Arbeitsgruppe soll mehr Dampf erzeugen.

dw

Rubriklistenbild: © dpa

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