Sensationelle Beobachtung

Seltene Gänsegeier bei Landsberg am Lech gesichtet 

Gänsegeier sind selten im Flachland unterwegs. Doch eine kleine Gruppe der seltenen Tiere wurde nun bei Landsberg am Lech gesichtet. 

Hilpoltstein/Landsberg am Lech - Eine sensationelle und bislang einzigartige Beobachtung haben Vogelschützer im bayerischen Flachland gemacht: Östlich von Landsberg am Lech sahen die Ornithologen eine ganzen Trupp von Gänsegeiern. Das  teilte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Donnerstag in Hilpoltstein mit.

Seltene Geier zwischen Windach und Finning

Die stattlichen Vögel haben ausgewachsen eine Spannweite von bis zu 2,70 Metern. Ehrenamtliche Vogelschützer hätten rund ein Dutzend Tiere in einer Fichte zwischen Windach und Finning fotografiert. Die Geier zogen Richtung Westen ab. Ein Schäfer hatte den Hinweis gegeben: Die Geier hatten an einem toten Schaf gefressen.

Schon ein einzelner Gänsegeier im bayerischen Flachland sei eine Seltenheit. „Ein ganzer Trupp von gleich mehr als zehn Vögeln ist jedoch wirklich außergewöhnlich“, sagte LBV-Ornithologe Ulrich Lanz.

Im Flachland sind Gänsegeier seltene Gäste

Es habe sich um Jungvögel gehandelt, die wegen des noch braunen Halses erkannt werden konnten. Gänsegeier legen teils lange Strecken zurück und könnten aus Kroatien, Frankreich oder Spanien stammen. In den Alpen verbringen manche Tiere den Sommer, weil es ausreichend Aas gibt. Im Flachland sei Aas eher selten. „Da Geier Aasfresser sind, dürften sie sich aber nicht allzu lange bei uns im Flachland aufhalten, weil sie dort nur wenig Nahrung finden“, sagte Lanz.

Vergangenes Jahr haben zwei Gänsegeier-Männchen in Niedersachsen für Aufregung gesorgt. Das schwule Geier-Pärchen hat ein Ei ausgebrütet.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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