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Auto fährt in Gruppe Jugendlicher

15-Jährige unter Auto gestorben

Gaffer filmten Drama in Garching an der Alz

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Eine 15-Jährige ist bei einem tragischen Unfall in Garching an der Alz ums Leben gekommen. Tragische Szenen spielten sich ab, als die Rettungskräfte eintrafen – und zahlreiche Gaffer filmten das mit Handys.

Garching an der Alz - Als Kommandant Wolfgang Buchner mit seinen Kameraden der Feuerwehr Freitagnacht an der Unfallstelle in Garching (Kreis Altötting) ankam, war ihm sofort klar, dass für die 15-Jährige jede Hilfe zu spät kommt.

Ein 27-Jähriger war mit seinem Audi und vier Mitfahrerinnen auf einem Feldweg unterwegs. In einer scharfen Rechtskurve war er von dem Weg abgekommen und über eine steile Böschung sechs Meter in die Tiefe gestürzt. Direkt auf einen Platz am Alzufer, an dem sich oft Jugendliche treffen. So auch an diesem Abend. „Dort gibt es durch den Auslauf des Freibads ein kleines Naturbecken“, erklärt Buchner. Die 15-Jährige und ein 16-Jähriger saßen gerade im Wasser, als der Unfall passierte. Drei weitere Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren befanden sich außerhalb des Beckens. Sie mussten mit ansehen, wie das Auto ihre beiden Freunde unter sich begrub. Die Jugendlichen wurden eingeklemmt, die 15-Jährige mit dem Kopf unter Wasser. Als Feuerwehr und Rettungskräfte eintrafen, kam bereits jede Hilfe zu spät. Der 16-Jährige war noch ansprechbar. Er wurde schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber in ein Münchner Krankenhaus geflogen. Die drei anderen Jugendlichen erlitten einen schweren Schock und wurden an diesem Abend und an den folgenden Tagen vom Kriseninterventionsteam betreut. Die vier Mitfahrerinnen des 27-Jährigen im Alter von 22 bis 25 Jahren wurden bei dem Unfall wie er selbst auch leicht verletzt.

Noch ist völlig unklar, warum das Auto über die Böschung schoss. Die Staatsanwaltschaf Traunstein hat die Ermittlungen übernommen. Das Auto wurde mit einem Spezialkran geborgen.

Kommandant Buchner und seine Kameraden saßen nach dem Einsatz noch lange zusammen, um die tragischen Szenen zu verarbeiten. Aber auch, um ihren Ärger rauslassen zu können. Denn am anderen Ufer der Alz hatten Schaulustige mit ihren Handys den gesamten Rettungseinsatz gefilmt. „Die Polizei ist einmal hingefahren, um durchzugreifen – aber kurze Zeit später waren wieder unzählige Schaulustige da“, berichtet Buchner. Während des Einsatzes haben er und die anderen Feuerwehrler das nur am Rande wahrgenommen. „Diese Sensationsgier wurde uns erst danach so richtig bewusst“, sagt Buchner. „Und sie macht uns unglaublich wütend.“

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