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Der Wertinger Unternehmer soll laut Anklage  insgesamt 150 Tonnen tiefgefrorenes Fleisch, das nicht mehr für den Verzehr taugte, in seinem Betrieb umetikettiert und als lebensmitteltaugliche Ware weiterverkauft haben.

Gammel-Fleisch an Dönerläden verkauft

Augsburg - Einer der größten Ekel-Skandale in Deutschland: Ein Fleischfabrikant steht vor Gericht, weil er 150 Tonnen tiefgefrorenes Gammelfleisch an Dönerproduzenten weiterverkauft haben soll.

Der Hauptangeklagte im Augsburger Ekelfleisch-Prozess ist wegen gewerbsmäßigen Betruges zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Demnach hatte der Fleischfabrikant in 22 Fällen Fleisch umetikettiert und mit Hilfe zweier Geschäftspartner vor allem an Berliner Dönerbuden verkauft.

Auch nach einem gegen ihn verhängten Gewerbeverbot handelte er über eine Strohfrau weiter mit Fleisch. “Dieses Nachtat-Verbot ist als besonders gravierend zu sehen und es bringt zum Ausdruck, wie wenig der Angeklagte sich von dem Verfahren gegen ihn beeindrucken ließ“, sagte der Vorsitzende Richter.

Laut Urteil hatte der Fleischfabrikant aus dem schwäbischen Wertingen insgesamt 130 Tonnen Fleisch umetikettiert und mit Hilfe seiner Geschäftspartner verkauft. Das Verfahren gegen ihn war im Mai ausgesetzt und abgetrennt worden, weil er einen leichten Herzinfarkt erlitten hatte. Seine Mitangeklagten wurden zwischenzeitlich zu Bewährungsstrafen verurteilt.

dpa

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