Gar nicht lecker

Mängel in Asienrestaurants

München - Asia-Imbisse sind in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Bei einer Stichprobe der Lebensmittelkontrolle stellte sich heraus, dass viele Wirte verdorbene Zutaten verwendeten.

Der gute Appetit im China-Imbiss könnte manchem Bürger vergehen: Bei einer stichprobenartigen Überprüfung von 26 Asienrestaurants haben die staatlichen Lebensmittelkontrolleure gravierende Mängel in mehr als der Hälfte der Betriebe festgestellt. „Das ist nicht akzeptabel“, sagte Michael Höhenberger, Amtschef des Gesundheitsministeriums, am Donnerstag im Landtag. Der Grund: Fehlende Sorgfalt im Umgang mit leicht verderblichen Lebensmitteln. Knapp zwei Drittel der Lebensmittelproben waren nicht mehr genießbar. In mehreren der 26 Betriebe seien außerdem Schädlinge gefunden worden. Das Ergebnis: 14 Restaurants wurden vorübergehend geschlossen

„Wir werden weiter streng kontrollieren, damit die Lebensmittelunternehmen ihren gesetzlichen Pflichten nachkommen“, sagte Höhenberger laut Redemanuskript. Wachsamkeit empfiehlt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel (LGL) nicht nur den Konsumenten von Curryhuhn und Chop Suey: Unter die Lupe genommen wurden angesichts der stetig steigenden Popularität von Tattoos auch die handelsüblichen Tätowierfarben. Schwarze Tätowierfarben können jedoch krebserregende Stoffe enthalten - polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Bei 21 untersuchten Farben seien drei Proben mit einem Gehalt von 80 Milligramm PAK pro Kilo hoch belastet gewesen, berichtete Höhenberger. Als gesundheitsschädlich gelten bereits 0,5 Milligramm pro Kilo. Für die Produkte habe es einen sofortigen Rückruf vom Markt gegeben, berichtete der Amtschef. Vier weitere Tätowierfarben enthielten Naphtalin, das auch in Mottenkugeln enthalten ist, und dürfen auch nicht mehr verkauft werden.

Die in Bayern verkauften Lebensmittel sind laut Höhenberger jedoch großenteils in Ordnung: Von 70 000 Proben im Jahr 2012 wurden neun Prozent wegen verschiedener Mängel beanstandet; gesundheitsschädlich waren 158 - eine Quote von 0,2 Prozent.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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