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In diesem Mehrfamilienhaus hat ein türkischer Wirt seine erst 15 Jahre alte Tochter erstochen.

Dönerbuden-Besitzer gesteht Mord an Tochter (15)

Schweinfurt - Ein türkischer Gastwirt hat am frühen Mittwochmorgen in Schweinfurt seine 15-jährige Tochter erstochen. Der 45-Jährige hat die Tat kurz nach seiner Festnahme gestanden.  

Mögliches Motiv sind nach Angaben der Polizei bereits länger andauernde Differenzen zwischen Vater und Tochter. "Beide hatten völlig unterschiedliche Lebensauffassungen, die immer wieder zu Spannungen führten", erklärte Polizeisprecherin Kathrin Reinhardt.

Weitere Einzelheiten zu den Hintergründen der Bluttat erhoffen sich die Ermittler von der Befragung von Freundinnen und Bekannten der Schülerin. Die 15-Jährige besuchte ein Gymnasium nur wenige hundert Meter von der elterlichen Wohnung entfernt. Das Stadtviertel am Rande der Schweinfurter Innenstadt ist vornehmlich von Landsleuten der Familie bewohnt.

Bei der Einsatzzentrale der unterfränkischen Polizei in Würzburg ging gegen 3.30 Uhr ein Notruf ein. Darin hieß es, eine Jugendliche sei in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Innenstadt niedergestochen und dabei offenbar schwer verletzt worden sei. Als die Beamten am Tatort eintrafen, war die 15-Jährige bereits tot. Sie war an den Folgen mehrerer Messerstiche verblutet.

Die Obduktion bestätigte außerdem, dass das Mädchen eine Vielzahl von Stichverletzungen erlitt. Der Vater des Mädchens war zunächst verschwunden, wurde aber wenige Minuten später von einer Polizeistreife im Stadtgebiet von Schweinfurt unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Im Laufe seiner Vernehmung legte er schließlich ein Geständnis ab.

Der 45-Jährige wurde noch am Mittwoch dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der am Abend Haftbefehl wegen Mordes erließ. Der Beschuldigte wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt.

dpa

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