"Sie hat ihn gezielt fertiggemacht"

Gattenmord: Jetzt spricht der beste Freund des Opfers

Pfreimd - Der Gattenmord im oberpfälzischen Pfreimd -  für den besten Freund von Opfer Gerald R. (39) war die Verhaftung von Witwe Susanne (34), genannt Susi, nur eine Frage der Zeit.

Autohändler Ludwig S. berichtet jetzt in der tz, wie Gerald unter der Frau angeblich zu leiden hatte...

Am 17. April war die Leiche des Spediteurs, wie Ehefrau Susi ein passionierter Jäger, erschossen im Keller aufgefunden worden. Zunächst ging man verschiedenen Theorien nach, auch Selbstmord oder ein Unfall wurden nicht ausgeschlossen. Doch wie Geralds Mutter Anni bezweifelte auch der beste Freund sofort diese Annahmen: „Das macht der Gerald nicht.“ Dagegen hatte der Ludwig die Witwe, eine Lehrerin, in Verdacht. Gerald hatte Susi bei einem zünftigem Jägerabend in einem Wirtshaus bei Wackersdorf kennengelernt. Ludwig S. war damals dabei: „Ich habe sie quasi verkuppelt, wir dachten ja: Die passt zum Gerald.“

Rasch zog die Oberpfälzerin beim schüchternen Spediteur ein. Zu früh? Ludwig: „Der Gerald meinte bald, sie müsse ausziehen. Es gehe nicht mehr. Wir haben ihr noch geholfen, Waffen ins Auto zu laden.“ Doch kurz darauf war sie wieder zurück. „Gerald meinte nun, er mag sie trotz allem.“ Die Hochzeit fand genau ein Jahr vor dem Verbrechen im Stillen statt. Wie alle Spezln war auch Ludwig nicht eingeladen: „Wir hätten ihm ja davon abgeraten, Ja zu sagen.“

"Als fauler Hund und Drecksau beschimpft worden"

Seit Beginn der Beziehung merkten die Freunde, wie sich Gerald veränderte. Das blieb so auch nach der Hochzeit. Manchmal, wenn sich der Frischvermählte zum Freund schlich, berichtete er, was er angeblich durchmachen musste. Ludwig.: „Er sei als fauler Hund und Drecksau beschimpft worden. Sie hat ihm den Umgang mit uns verboten. Kurz: Sie hat ihn gezielt fertiggemacht.“

Heute ist sich Ludwig sicher, dass Susi ihren Mann von allen anderen isolieren wollte und dies schaffte. Anders kann er es sich nicht erklären, dass der Gerald selbst den ultimativen Warnschuss ignoriert habe. „Im Oktober 2011 hat sie eine Waffe auf ihn abgefeuert. Doch er hat’s nicht angezeigt.“ Dasselbe berichtet Geralds Mutter, die Polizei äußert sich dazu nicht.

chließlich, zwei Wochen vor dem Verbrechen, hätten sich Gerald und Ludwig miteinander getroffen. Gerald soll dabei geäußert haben, dass Susi Ende April ausziehen müsse. Ludwig S.: „Und als er mir das mit dem Schuss auf ihn erzählte, habe ich geraten, sie doch schneller rauszuschmeißen.“ Und er warnte:  „Die bringt dich sonst um!“ Gerald antwortet nur: „Dann kann ich es auch nicht ändern.“

tz

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