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Die Gebirgsschützen

Neue Bundesfahne geweiht

Gebirgsschützen feiern Patronatstag

Gmund a. Tegernsee - Fast 4000 Gebirgsschützen haben am Sonntag farbenfroh und feierlich ihren Patronatstag begangen. Bei einer Messefeier weihten sie auch die neue Bundesfahne ein.

In Gmund a. Tegernsee zogen sie unter weiß-blauem Himmel in langer Prozession zur Festwiese, wo sie zu Ehren ihrer Schutzpatronin, der Maria Muttergottes, Heilige Messe feierten. Auch Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nahm an der Feier teil, bei der die neue Bundesfahne geweiht wurde. Sie wird bei allen festlichen Anlässen vorangetragen. Die alte Fahne kommt ins Museum.

Der Patronatstag ist immer am ersten Sontag im Mai. Die Geschichte der Gebirgsschützen geht zurück auf das Landaufgebot der Bauern im Mittelalter. Heute besteht der Bund der Gebirgsschützen-Kompanien aus 47 selbstständigen Einheiten entlang der Alpen. An die 12 000 Mitglieder sind darin organisiert.

Die neue Bundesfahne - Stolz der bayerischen Gebirgsschützen

Sie ist der ganze Stolz der bayerischen Gebirgsschützen: die fast 100 Jahre alte Bundesfahne. Kronprinz Rupprecht von Bayern spendierte sie den Schützen im Jahr 1920. Danach wurde sie in der Tegernseer Klosterkirche aufbewahrt, ehe sie 1949 an die dortige Tegernsee ging. Drei Jahre später bekam der neugegründete Bund der Gebirgsschützen-Kompanien die Fahne geschenkt. Seither wurde sie bei allen festlichen Anlässen, auch beim Besuch von Papst Benedikt XVI. im Herbst 2006 in Bayern, getragen.

Doch nun ist die Fahne reif fürs Heimatmuseum. Trotz mehrerer Restaurierungen sind die Spuren der Zeit nicht zu übersehen. Eine neue Fahne musste her. Rein äußerlich ist sie identisch mit der alten: auf weiß-blauem Rautenmuster ist auf einer Seite ein Bild der Muttergottes Maria mit Jesuskind gestickt, auf der anderen die Aufschrift „Landesschützen-Fahne 1920“.

Beim Patronatstag am Sonntag in Gmund a. Tegernsee wurde sie geweiht. Karl Steininger, der Landeshauptmann der bayerischen Gebirgsschützen, berichtete stolz, dass die Anordnung der weiß-blauen Rauten auf der Fahne nach jahrhundertealter Tradition erfolgt sei.

In einem unterscheidet sich die neue Bundesfahne aber doch von ihrer Vorgängerin: sie ist leichter. Die alte Fahne wiegt 18 Kilo. „Wenn man sie beim Alpenregionstreffen oder beim Oktoberfestumzug drei Stunden lang schultern muss, dann geht das ganz schön ins Kreuz“, hatte Fähnrich Anton Linsinger dem „Münchner Merkur“ schon vor der Weihe verraten. Künftig hat der Fahnenträger einige Pfunde weniger zu tragen.

dpa

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