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Gefängnisarzt nach Suizid im Knast vor Gericht

Nürnberg - Nach dem Suizid eines Untersuchungshäftlings stehen ein Nürnberger Gefängnisarzt und ein Krankenpfleger von diesem Mittwoch an wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass der 23-Jährige bei entsprechend sorgfältigem Handeln der beiden Mediziner hätte überleben können. Auf jeden Fall wäre er zumindest nicht zu diesem frühen Zeitpunkt gestorben.

Der junge Mann hatte sich im Juli 2008 nach fünfmonatiger Haft mit einer Rasierklinge mehrere Adern durchtrennt, dann aber doch nach Hilfe gerufen. Kurze Zeit darauf starb er an dem hohen Blutverlust.

Für den Prozess sind zunächst vier Verhandlungstage vorgesehen. Zwei Wachtmeister hatten den Gefangenen nach seinem Notruf auf dessen Bett gefunden, vor ihm eine Blutlache. Sie alarmierten den Sanitäter. Der nun angeklagte Krankenpfleger wiederum rief den Ermittlungen zufolge den Gefängnisarzt an, der den Verletzten jedoch nicht persönlich behandelte. Stattdessen ordnete der 61-Jährige an, der Pfleger solle die Wunden mit Klammerpflastern versorgen und den Häftling stündlich überwachen. Der mutmaßliche Räuber starb jedoch noch während der Wundversorgung an einem Verblutungsschock. Der 28 Jahre alte Sanitäter hatte in der Zwischenzeit zwar noch einen externen Notarzt herbeigerufen, dieser kam allerdings zu spät.

dpa

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