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Der dritte Fall innerhalb von zwölf Tagen. Am Dienstagabend ist wieder ein Laster auf der A 99 in ein Baustellenfahrzeug gekracht.

Was ist da los?

Unfallserie auf A 99: Gefahrenzone Baustelle

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Vaterstetten/München – Zwei Wochen, drei fast identische Unfälle. Auf der Autobahn A 99 ist am Dienstag wieder ein Laster in ein Baustellenfahrzeug gekracht. Die Häufung ist zumindest bemerkenswert. Was ist da los?

Zwei Wochen, drei fast identische Unfälle. Auf der Autobahn A 99 ist am Dienstag wieder ein Laster in ein Baustellenfahrzeug gekracht. Die Häufung ist zumindest bemerkenswert. Was ist da los?

Eigentlich sind die Warnungen nicht zu übersehen. Wenn auf einer Autobahn gebaut wird, sichern die Autobahnmeistereien die betreffenden Stellen mit so genannten Sicherungsanhängern ab. Oft kommen sogar zwei zum Einsatz. Bei Dunkelheit sind sie grell beleuchtet, außerdem weist die Beschilderung schon mehrere Hundert Meter vor der Baustelle auf die Arbeiten hin. So sind die Regeln.

Umso erstaunlicher, dass es auf dem Autobahnring um München, der A 99, innerhalb von nur zwölf Tagen zu drei sehr ähnlichen Unfällen kommen konnte. Der jüngste passierte am Dienstagabend zwischen dem Autobahnkreuz München-Ost und der Rastanlage Vaterstetten (Kreis Ebersberg). Laut Polizei bemerkte der 48-jährige Fahrer eines russischen Sattelzugs zu spät, dass der rechte Fahrstreifen wegen Bauarbeiten gesperrt war. Gegen 21.40 Uhr knallte er mit etwa 70 km/h in einen Sicherungsanhänger der Autobahnmeisterei. Der Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt, laut Polizei konnten Ersthelfer ihn befreien. Der Sachschaden beträgt etwa 130 000 Euro.

Die Beschreibung stimmt ziemlich genau mit zwei früheren Unfällen auf dem Autobahnring überein. Zwölf Tage zuvor, am 27. August, raste ein 42-jähriger Lasterfahrer bei Neuherberg in einen Laster der Autobahnmeisterei. Kaum eine Woche später, am 2. September, passierte dem 47-jährigen Fahrer eines slowenischen Sattelzugs bei Aschheim (Kreis München) das Gleiche. Er starb bei dem Unfall (wir berichteten).

Ist die Häufung ein merkwürdiger Zufall? Die Polizei betont, dass in jedem Fall die vorgeschriebenen Sicherungsmaßnahmen eingehalten wurden. Die A 99 sei natürlich stark befahren, streckenweise sind es bis zu 160 000 Fahrzeuge pro Tag. Im Moment werde in dem skizzierten Bereich auch viel gebaut, sagte ein Sprecher der Verkehrspolizei Hohenbrunn. Allerdings würden Baustellen immer sehr früh ausgeschildert. Die Sicherungsanhänger selbst seien grell beleuchtet und „normalerweise nicht zu übersehen“.

Ein Kollege der Verkehrspolizei Freising äußert sich im Gespräch mit unserer Zeitung ähnlich. „Wir machen uns hier selbst Gedanken, wie es sein kann, dass man auf so ein Fahrzeug auffährt.“ Möglicherweise stecke Sekundenschlaf dahinter. Allerdings sei das kein Spezifikum der A 99. In 30 Jahren Dienstzeit, sagt er, seien ihm solche Unfälle des Öfteren untergekommen. Gerade auch auf der A 9, die ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich der Verkehrspolizei Freising fällt.

Die zuständige Autobahndirektion Südbayern konnte sich gestern nicht zu den Vorfällen äußern. Auch die betroffenen Autobahnmeistereien gaben am Telefon keine Auskunft. Der durch die Unfälle entstandene Schaden beträgt geschätzt 300 000 Euro.

Auf der A 92 bei Marzling im Kreis Freising ereignete sich in der Nacht auf Mittwoch ein weiterer Auffahrunfall mit einem Lkw, bei dem ein Münchner, 44, ums Leben kam. Laut Polizei fuhr der Mann mit seinem VW Touran aus bisher ungeklärter Ursache auf den Sattelzug eines 52-Jährigen aus dem Kreis Straubing auf. Der VW schleuderte gegen die Mittelleitplanke und kam auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Kurz darauf prallte ein 33-Jähriger aus dem Kreis Starnberg in den Touran. Der Münchner starb am Unfallort, der 33-Jährige kam schwer verletzt in eine Klinik.

mmä

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