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Die Polizei fahndet nach insgesamt drei Ausbrechern.

Gefangene türmen aus Psychiatrie und Amtsgericht

Kempten - Zwei türkischstämmige Männer sind am Freitag aus einer psychiatrischen Anstalt  in Günzburg ausgebrochen. In Nürnberg türmte zudem ein Untersuchungsgefangener aus dem Amtsgericht.

Die Polizei in Mittelfranken und in Schwaben fahndet nach insgesamt drei entflohenen Häftlingen. In Nürnberg sprang am Freitag ein Untersuchungsgefangener während seines Prozesses im Amtsgericht aus einem Fenster im Erdgeschoss in die Freiheit. Zwei Insassen der forensischen Abteilung des Bezirkskrankenhauses Günzburg gelang ebenfalls die Flucht. Wie die Polizei in Kempten mitteilte, waren die Straftäter bereits am Donnerstag während einer Sporttherapiestunde entkommen.

Der 38-Jährige in Nürnberg nutzte eine Gelegenheit, um im Flur vor dem Sitzungssaal aus dem Fenster zu springen, wie die Justizpressestelle mitteilte. Nachdem ein Beamter den Mann zwar verfolgte, aber nicht fassen konnte, fahndete die Polizei nach ihm. Gegen den Angeklagten wird seit November unter anderem wegen versuchter räuberischer Erpressung, Anstiftung zur falschen uneidlichen Aussage und Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes verhandelt.

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Die 29 und 35 Jahre alten türkischstämmigen Männer in Schwaben gelangten an den Außenzaun des Geländes, durchtrennten diesen und verschwanden spurlos. Die Ermittler schließen nicht aus, dass es bei der Flucht Mithelfer außerhalb des Bezirkskrankenhauses gab. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit Hubschrauber und Hunden blieb ohne Erfolg. Von den Flüchtigen geht nach Polizeiangaben keine Gefahr für die Allgemeinheit aus.

Mit dem Fenstersprung gelang zumindest vorläufig dem dritten Nürnberger Häftling binnen eines Jahres die Flucht aus dem Justizgewahrsam: Im August hatten zwei Untersuchungshäftlinge mit einem Schraubenzieher die hölzerne Decke in der Toilette ihrer Gefängniszelle durchstoßen und waren so auf den Dachboden gelangt. Vom Dach kletterten sie auf die Anstaltsmauer und seilten sich an zusammengeknoteter Bettwäsche 15 Meter tief ab. Im Mai hatte ein Abschiebehäftling eine filmreife Flucht hingelegt: Er kletterte die glatte Knastwand hoch, überwand ein vorspringendes Dach, kämpfte sich durch Stacheldraht und sprang mehrere Meter in die Tiefe.

dpa

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