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Das Löschwasser gefriert am Feuerwehr-Helm.

Gefrorenes Löschwasser: Kälte setzt Feuerwehr zu

München - Die brutale Kälte bereitet auch den Feuerwehren massive Schwierigkeiten: Bei Frost stehen Feuerwehrleute schnell unter einem Eispanzer

„Seit es so kalt ist, brennt es öfter“, sagt Gerhard Bullinger, Ebersberger Kreisbrandrat und Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberbayern. Denn bei der Eiseskälte sind die Brandherde oft Heizöfen oder Wärmedecken. Und dann haben die Feuerwehren ein weiteres Problem: „Löschwasser gefriert nun mal ab null Grad“.

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Problematisch sei, dass der Boden durch das ablaufende Wasser schnell zur Eisbahn werde, erklärt Bullinger. Das sei für die Einsatzkräfte gefährlich. Dazu kommt, dass die Retter, die im Wassernebel löschen, schnell „unter einem Eispanzer stehen“. Das Wasser lasse zudem die Düse des Strahlrohrs schneller einfrieren als ein einziger Strahl.

Aber auch, wenn das Wasser gefriert, „haben wir Möglichkeiten, die Brände zu löschen“, sagt Bullinger. Das Wasser in den Tanklöschfahrzeugen sei immer leicht gewärmt, da diese in den Feuerwehrhäusern geschützt seien. Dem Wasser werde ein Netzmittel beigemischt, das nicht so leicht gefriere. „Gefrorene Strahlrohre können schnell ausgetauscht werden.“

ahw

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