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Polizeisprecher Heinz Henneberger (M.) informiert  im November 2009 an der gesperrten Autobahn bei Würzburg über Schüsse auf eine Autofahrerin. Der Geisterschütze wird landesweit gesucht. 

Geisterschütze auf der A3 - Kripo sucht Brummi-Fahrer

München - Eine Frau hat er auf der A3 bei Würzburg in den Hals getroffen. 400 Fahrzeuge hat er schon getroffen. Die Polizei vermutet einen Brummi-Fahrer hinter dem Autobahn-Geisterschützen.

Ein Geisterschütze auf deutschen Autobahnen hält die Polizei weiter in Atem. Der unbekannte Täter - vermutlich ein Lkw-Fahrer - schießt während der Fahrt auf Autos, die auf Autotransportern geladen sind.

Länderübergreifend Laster kontrolliert

Lesen Sie hier die Vorgeschichte:

Verrückter ballert auf A3 auf Autos

Wie das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch weiter mitteilte, wurde am Vortag eine länderübergreifende Kontrollaktion durchgeführt. Dabei wurden Lastwagen kontrolliert, die als mögliches Tatfahrzeug infrage kommen.

Die ersten Schüsse des Unbekannten waren im Juli 2008 bekanntgeworden. Seither schoss er auf insgesamt rund 400 Fahrzeuge, die auf Autotransportern standen. Im November des vergangenen Jahres traf ein Projektil eine Pkw-Fahrerin, die auf der A3 bei Würzburg unterwegs war, am Hals und verletzte die Frau schwer. Daraufhin wurde in Würzburg die Sonderkommission “BAB“ (für: Bundesautobahnen) eingerichtet. Die Frau sei dem Täter vermutlich in die Schusslinie gefahren, sagte ein LKA-Sprecher.

Polizei warnt Fahrer von Autotransportern

Bei der länderübergreifenden Aktion in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurden gezielt auch die Fahrer von Autotransportern angesprochen, um sie für das Thema zu sensibilisieren. Von deren erhöhter Aufmerksamkeit erhofft sich die Polizei wichtige Hinweise auf den Täter. Bisher nämlich seien die Schüsse meistens sehr spät bei der Polizei angezeigt worden, sagte der LKA-Sprecher.

Acht Gesuchte gefasst - aber nicht den Geisterschützen

Bundesweit nahmen mehr als 700 Polizeibeamte an den Kontrollen teil, davon 115 allein in Bayern. Dabei gingen ihnen acht anderweitig mit Haftbefehl Gesuchte ins Netz, der Geisterschütze aber nicht.  

dpa

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