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Hier ist der Jeep im Weiher

Jeep komplett im Weiher versenkt

Stephanskirchen - Der Test eines neuen Geländewagens ist am Wochenende im Kreis Rosenheim buchstäblich ins Wasser gefallen. Der Tauchgang könnte für den Autohändler teuer werden.

"Dann testen wir doch mal den neuen Vorführwagen…", dachte sich am Samstagabend ein Lada-Händler (37) aus Stephanskirchen (Kreis Rosenheim) und brauste mit ein paar Spezln los in die Matschlandschaft der nahen Innmulde.

Doch dann passierte es: Das Fahrzeug geriet in ein fast zwei Meter tiefes Loch und begann plötzlich – blubb, blubb – kopfüber abzutauchen. In letzter Minute konnten sich Fahrer und Beifahrer (42) durch die Heckklappe aufs Dach retten.

„Das hat gerade noch fünf, sechs Zentimeter aus dem Wasser geragt“, berichtete der Lada-Händler gestern der tz. „Ich habe meinen Spezln, die mit zwei anderen Ladas unterwegs waren, zugerufen, sie sollen uns ein Seil rüberwerfen. Weil das aber schwierig war, bin ich ins Wasser gesprungen, um ans Ufer zu waten. Doch das war viel tiefer als erwartet. Plötzlich war ich komplett unter Wasser.“ Triefnass schaffte es der 37-Jährige schließlich, sich schwimmend an Land zu retten. „Als mein Kumpel das sah, ist er lieber auf dem Dach geblieben.“

Der Ladahändler (37) – hier bei einer Spritztour für ein Werbefoto – ging am Samstag baden

45 Minuten steht der 42-Jährige dort zitternd, eh ihn die Rosenheimer Wasserwacht mit dem Boot bergen kann. Inzwischen ist ein Großaufgebot von Rettungskräften vor Ort. Neben Polizei und BRK sind auch 40 Feuerwehrleute aus Schloßberg und Leonhardspfunzen im Einsatz. Die können den schwimmenden Lada dann mit Hilfe eines Tauchers, der ein Seil anbringt, und eines Traktors aus dem Wasser ziehen. „Am Sonntag bin ich mit dem wieder gefahren“, berichtet der Lada-Händler stolz.

Erledigt ist die Sache damit aber noch nicht. Auf die drei Geländewagenfahrer kommt eine Anzeige zu – weil sie im Landschaftsschutzgebiet („Das ist richtig geiles Geländewagenterrain“) unterwegs waren. Und die Feuerwehr will ihnen eine Rechnung schicken. „5000 Euro könnten schon zusammenkommen“, meinte dazu Werner Triller, der Kommandant der Schloßberger Wehr.

Der Lada-Händler hofft auf Gnade – und möchte sich auf diesem Weg ausdrücklich bei den Rettungskräften bedanken. „Ich weiß ja, dass das auch ganz anders hätte ausgehen können.“

WdP

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