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Die Manipulationen an Geldautomaten zur Fälschung von Zahlungskarten nehmen zu.

Geldkartenfälscher richten Millionenschaden an

München - Zu erhöhter Aufmerksamkeit beim Geldabheben an Automaten vor allem in der Hektik des Weihnachtsgeschäfts rät das Bayerische Landeskriminalamt (LKA).

Manipulationen an Geldautomaten zwecksFälschung von Zahlungskarten nähmen zu, warnten die Beamten am Freitag in München. Allein dieses Jahr seien in Bayern 102 Fälle registriert worden, in denen darauf spezialisierte Täter mit Kartenlesegeräten an Daten gelangten oder dies versucht hatten. Dabei entstand Karteninhabern beziehungsweise Banken laut LKA ein Schaden von mehr als 1,8 Millionen Euro.
Das Vorgehen der Täter variiere. Diese brächten zum Beispiel Aufsatzkartenlesegeräte direkt am Geldautomaten oder auch am Türöffner im Eingangsbereich an, um die Daten auf dem Magnetstreifen der Karten auszulesen. Mit versteckten Mikrokameras werde dann noch der Pin-Code ausgespäht, wenn der Kunde am Automaten Geld abhebt. Diese Kamera könne am Automaten direkt, aber auch in Rauchmeldern an der Decke oder an Merkblatt- und Informationsauslagen verborgen sein. Vereinzelt würden auch täuschend echt wirkende Aufsatztastaturen an den Automaten selbst befestigt, die den Pin bei der Eingabe automatisch speichern, ermittelten die Fahnder.
Neueste Geräte seien sogar mit Mobilfunk ausgestattet, um ausgelesene Daten sofort an Komplizen zu übertragen. Mit Hilfe der ausgespähten Angaben stellten die Täter dann Kartenduplikate her. Mit diesen Fälschungen würden anschließend - fast ausschließlich vom Ausland aus - sehr schnell die Konten der betroffenen Bankkunden geplündert. Das LKA habe seit Jahresbeginn schon 70 einschlägig Tatverdächtige überführt, 48 davon waren Rumänen, hieß es.
Den Bankkunden rät die Polizei, etwa auf abstehende oder lockere Teile an Geldautomaten oder auf unauffällige Gegenstände in der Nähe zu achten, die als Kameraversteck dienen könnten. Die Pin-Eingabe sollte verdeckt vorgenommen werden, indem man eine Hand oder einen anderen Sichtschutz dicht über die Tastatur halte. Dies erschwere ein Ausspähen erheblich. Auch sollte eine Pin-Nummer niemals an einem Türöffner eingegeben werden.

dpa

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