Gemeinden fordern mehr Geld wegen Kasernenschließungen

München - Die Gemeinden im Freistaat haben Angst, nach der Bundeswehrreform alleine im Regen zu stehen. Deswegen stellen sie konkrete Forderungen an den Bund.

Bayerns Gemeinden fordern zusätzliches Geld zur Bewältigung der anstehenden Kasernenschließungen im Zuge der Bundeswehrreform. “Bund und Freistaat müssen finanzielle Hilfen bereitstellen, um die strukturellen, wirtschaftlichen und städtebaulichen Folgen von Standortschließungen und Truppenreduzierungen angemessen zu kompensieren“, teilte der Bayerische Gemeindetag am Dienstag in München mit.

Zudem verlangt der Kommunalverband, dass die betroffenen Gemeinden frühzeitig über die Umwandlung von Bundeswehrkasernen informiert werden. Der Bund müsse zügig einen Zeitplan mit Angaben zu den Zeiträumen der Standortschließungen und der geplanten Freigabe der Areale veröffentlichen. Die freiwerdenden Flächen sollten dann zuerst den Gemeinden angeboten werden. Beim Preis sei zu berücksichtigen, dass die Kommunen durch die Aufgabe der Standorte schwer in ihrer städtebaulichen und wirtschaftlichen Struktur getroffen seien.

In Bayern werden die Standorte Fürstenfeldbruck, Kaufbeuren und Penzing vollständig geschlossen und zahlreiche andere teils stark verkleinert. Von den bisher gut 50 000 Bundeswehr-Dienstposten sollen fast 20 000 wegfallen.

dpa

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