Leserbrief

Zweifel an Gamsbericht

Der Gams geht‘s gut;Bayern 12. August

Frau Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber durfte veröffentlichen, dass es aufgrund eines erst 2022 abgeschlossenen Forschungsauftrages eine stabile und vitale Gamspopulation gibt. Als Beleg wird angegeben, dass zwischen Vorderriss und Soiernkessel mehr als 500 Gams leben. Diese Bestandszahl, ohne Gesamtbezugsfläche bzw. Anzahl pro 100 Hektar, der Alters- und Sozialstruktur und dem Geschlechterverhältnis, ist keine qualifizierte Aussage. Sie entspricht auch nicht den jahrelangen wildbiologischen und wissenschaftlichen Ergebnissen von Österreich bis zur Schweiz. Seit über zwanzig Jahren wird regional, zwischen Berchtesgaden und Kempten, sowie wie in Kufstein international über den stetigen Rückgang, den zerstörten Altersaufbau der Gamsbestände und deren Ursachen auf Grundlage wissenschaftlicher Daten diskutiert. Die bei den Hegeschauen vorgelegten Trophäen zeigen, dass durch fehlende Altersstrukturen zu viele junge Tiere, um die Abschusszahlen zu erreichen, erlegt werden müssen. Weshalb teilweise oft nur noch 5 % die Geschlechtsreife erreichen.

Hubert A. Hertlein

Murnau

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