Nach Abschaffung der Quote

Genossenschaften: Gute Chancen für Milchbauern

München - Die Milchquote ist abgeschafft. Trotzdem sieht der Genossenschaftsverband eine positive Zukunft für Bayerns Milchbauern. Denn der Bedarf steigt weltweit.

Für die Milchbauern in Bayern bieten sich nach Einschätzung des Genossenschaftsverbandes durch die Abschaffung der Milchquote neue Möglichkeiten. „Die Zukunftschancen für den Milchmarkt sind grundsätzlich positiv“, sagte Vorstandsmitglied Alexander Büchel am Mittwoch in München. Weltweit nehme der Bedarf an Milch und Milchprodukten zu - und die heimischen Betriebe mischen dabei kräftig mit: Im vergangenen Jahr wurden Milcherzeugnisse aus Bayern im Wert von 1,3 Milliarden Euro exportiert.

Eine Folge der weltweiten Vernetzung sind allerdings nach Einschätzung von Büchel stärkere Preisschwankungen, auf die sich die Betriebe besser einstellen müssten. „Die gesamte Wertschöpfungskette - Landwirt und Molkerei - muss gemeinsam Strategien finden, um dieser Preisvolatilität zu begegnen.“

Im vergangenen Jahr hatten sinkende Preise den Bauern zugesetzt. Im ersten Halbjahr erhielten sie im Schnitt noch 40,3 Cent pro Kilo Milch, im September waren es nur noch 37,5 Cent. Für einen durchschnittlichen Milchbauern bedeuten drei Cent weniger rund 6000 Euro weniger Einnahmen pro Jahr. Der sinkende Milchpreis drückte auch den Gewinn der Milchgenossenschaften um 18 Millionen Euro.

Bei den Liefermengen sind die Landwirte seit Anfang des Monats nicht mehr begrenzt: Nach drei Jahrzehnten wurde die Milchquote abgeschafft, die die Produktionsmengen deckeln sollte. „Die bayerischen Milchbauern nutzen jetzt die Möglichkeit, ihre Betriebe individuell weiterentwickeln zu können“, sagte Büchel. Gravierende Nachteile durch das Ende der Quote befürchtet er nicht. „Denn die niedrigen Milchpreise wirken einer starken Überproduktion entgegen.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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