VW ruft 700.000 Autos zurück - Diese beiden Modelle sind betroffen

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Gericht bestätigt Kutschenverbot in Rothenburg

Rothenburg o. d. Tauber - Pferdekutschen bleiben weiterhin aus der Rothenburger Altstadt verbannt.

Ein entsprechendes Verbot der Stadt hat am Donnerstag das Verwaltungsgericht Ansbach bestätigt. Wegen der engen Gassen und der vielen Touristen, die vor allem im Sommer durch die Altstadt schlenderten, stellten die Kutschfahrten "eine besondere örtliche Gefahr" dar, begründete Richter Günter Förster am Donnerstag die Entscheidung der Kammer. Besonders das rutschige Kopfsteinpflaster bereite den Pferde Probleme. Mit dem Verbot hatte der Stadtrat unter anderem auf den qualvollen Tod eines Pferdes im August 2009 reagiert. Der Stadtrat hatte nach kritischen Reaktionen von Tierschützern einen Imageverlust der Stadt befürchtet.

"Ich freue mich darüber, dass das Gericht mit seiner Entscheidung die entsprechende Situation in Rothenburg gewürdigt hat", zeigte sich Oberbürgermeister Walter Hartl (parteilos) zufrieden. Das Stadtoberhaupt hatte wiederholt auf eine Gefährdung der Passanten durch scheuende und durchgehende Pferde hingewiesen, denn jährlich zieht es rund zwei Millionen Touristen in das idyllische Städtchen. Die Stadt hatte nach dem Tod des Kutschpferdes "Presto" im August Zeitungsberichte über Zwischenfälle mit Kutschen ausgewertet und war dabei auf Meldungen gestoßen, die von fahrerlosen Droschken über scheuende Pferde bis hin zu Beschädigungen reichten.

Richter Förster wies in der Begründung des Gerichts allerdings darauf hin, dass das Urteil "kein Freibrief" für die Stadt Rothenburg sei. "Auch wir sehen die Möglichkeit, dass Kutschfahrten in der Innenstadt durchaus möglich sind." Die Fuhrbetriebe sollten der Stadtverwaltung ein Konzept mit Routen vorlegen, in denen keine Gefahrenbereiche beinhaltet seien. Oberbürgermeister Hartl erklärte hierzu: "Sollten die Kutscher Vorschläge machen, werden wir sie prüfen."

Gegen das Kutschenverbot in der Altstadt hatten mehrere Fuhrbetriebe aus der Region geklagt. Ihrer Ansicht nach geht von den Kutschen keine größere Gefahr aus als beispielsweise von Autos. Die Sicherheit der Droschken hänge alleine von den Fähigkeiten des Kutschers ab. "Für meinen Mandanten bedeutet dies das Aus seiner Fuhrhalterei", sagte der Anwalt eines Fuhrunternehmers nach der Gerichtsentscheidung. Zugleich kündigte der Jurist an, einen Antrag auf Zulassung der Berufung stellen zu wollen.

dpa

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