Gericht geht mysteriösen Messerstichen bei Massenprügelei nach

Nürnberg/Neumarkt - Mit mysteriösen Messerstichen nach einer Massenprügelei im oberpfälzischen Neumarkt beschäftigt sich seit Dienstag das Nürnberger Landgericht. Angeklagt sind fünf Männer im Alter von 19 bis 22 Jahren wegen schwerer Körperverletzung.

Einer von ihnen, ein 21 Jahre alter Wirtschaftsstudent, muss sich zusätzlich wegen versuchten Totschlags verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, mit einem Messer auf einen 26-Jährigen eingestochen zu haben. Zuvor sollen der mutmaßliche Haupttäter und die anderen Angeklagten dem Opfer ins Gesicht geschlagen und in die Genitalien getreten haben.

Die genauen Umstände der Tat, die sich am Ostermontag 2008 ereignet hatte, sind nach Angaben der Prozessbeteiligten ebenso unklar wie der Auslöser für die Schlägerei. In einer Diskothek soll es zwar zu einem Streit gekommen sein, die Schlägerei spielte sich aber erst später vor der Tür ab. Das Opfer kannte seine Peiniger nicht. Von dem Messer, mit dem Lungenfell und Dickdarm des Opfers durchlöchert worden waren, fehlt jede Spur. Der wegen eines ähnlichen Delikts vorbestrafte Hauptangeklagte streitet die Messerattacke ab. Das Opfer hatte in einer Notoperation gerettet werden können. Ein Urteil soll im März fallen.

dpa

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