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Mit diesem neuen Logo, einem B in Frakturschrift, wirbt das Haus der bayerischen Geschichte für das neue Museum. Nun gerät der Zeitplan ins Rutschen.

Zeitplan für Eröffnung gefährdet

Geschichtsmuseum in Regensburg beklagt Millionenschaden

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Ein Großbrand gefährdet den Zeitplan zur Eröffnung des Museums zur bayerischen Landesgeschichte in Regensburg. Der Schaden geht in die Millionen.

München/Regensburg – Eigentlich wollte Richard Loibl, der Leiter des Hauses der bayerischen Geschichte, Details zur geplanten Landesausstellung im Kloster Ettal vorstellen. Dort eröffnet am 3. Mai 2018 die Schau „Mythos Bayern. Wald, Gebirg und Königstraum“. Doch der Brand in der sogenannten Bavariathek, einem Nebengebäude des noch nicht eröffneten Museums zur bayerischen Geschichte am Donaumarkt in Regensburg, machte die Ettaler Ausstellung zur Nebensache. Die Bavariathek beherbergt Verwaltung, Schulungsräume und die Energieversorgung des benachbarten Museums. Durch die Brandstiftung im Erdgeschoss (wir berichteten) ist vor zwei Wochen „ein verheerender Schaden“ entstanden, wie Loibl im Münchner Presseclub erklärte. Das gesamte Gebäude ist verrußt. „Im zweiten Stock sieht es aus wie in einer Black Box.“

Möglicherweise müsse das Gebäude bis auf den Rohbau abgetragen werden, einschließlich der Fenster und der Fassade. Außerdem ist nicht ausgeschlossen, dass Schadstoffe über unterirdische Leitungsschächte in das Museums-Hauptgebäude entwichen sind. Der Schaden liegt „im mittleren bis hohen“ einstelligen Millionen-Bereich. Hinweise auf die Brandstifter und ein Motiv gibt es bisher nicht.

Das Museum soll eigentlich mit einem Fest am 9./10. Juni 2018 der Öffentlichkeit übergeben werden. Offizieller Ausstellungsstart ist im November. Im schlimmsten Fall sei der Zeitplan „Makulatur“, sagte Loibl. „Das ist bitter“, sagte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU), der den Schaden inspiziert hat. Trotz des Brandes laufen die Vorbereitungen für die geplante Dauerausstellung im Regensburger Geschichts-Tempel weiter. 97 Prozent der Objekte stünden fest, sagte Loibl. Darunter ist das Original eines selbst genähten Ballons, mit dem zwei Familien aus der DDR 1979 nach Bayern flohen. Auch der Nachbau eines Drachenkopfes vom „Further Drachenstich“ wird zu sehen sein. Schwerpunkt wird aber die Geschichte Bayerns seit 1918 sein. Damit verfolge der Staat auch pädagogische Absichten, sagte Kultusminister Spaenle. Es gelte „das Bewusstsein für das demokratisch verfasste Bayern“ zu schärfen.

Genau im Zeitplan liegt die Landesausstellung in Ettal, die von Mai bis November nächsten Jahres im Südflügel des Klosters auf 1500 Quadratmetern Ausstellungsfläche dem „Mythos Bayern“ hinterherspüren wird. Insgesamt vier Schwerpunkte hat die Ausstellung, wie die verantwortliche Historikerin Margit Hamm erklärte: Zum einen geht es um den Wald und seine „Zähmung“ durch die Zivilisation, zum zweiten um die Verbreitung des „Mythos Bayern“ durch Landschafts- und Postkartenmaler, die im 19. Jahrhundert einen regelrechten Markt entdeckten. Zusätzlich wird im Klostergarten ein Pavillon aus Holz dem „Mythos Ludwig II.“ nachgehen. Ein dritter Aspekt zeigt plakativ die Menschen der Gebirgsregion, im vierten Teil geht es um die Gründung des „widerspenstigen“ Freistaats im November 1918. Er sei „der Schlussstein“ für den Mythos Bayern.

Ein Historiker des Instituts für Kunst und Forschung München ist nach einem Besuch im neuen Museum für bayerische Geschichte entsetzt über die Ausstellung.

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