Bub geschlagen: Mutter und Ex-Freund verurteilt

Würzburg - Weil er den kleinen Sohn seiner Freundin misshandelt hat, ist ein Mann am Donnerstag zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden.

Das Amtsgericht Würzburg sprach den 24-Jährigen aus Großostheim (Landkreis Aschaffenburg) der vorsätzlichen Körperverletzung schuldig. Der Mann hatte zuvor ein Teilgeständnis abgelegt. Darüber hinaus wurde die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungseinrichtung angeordnet, da der 24-Jährige Drogenprobleme hat. Die zur Tatzeit im Herbst vergangenen Jahres 24 Jahre alte Frau aus Würzburg wurde wegen der Misshandlung von Schutzbefohlenen durch Unterlassen zur einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt. Zudem muss sie 2520 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Die Krankenschwester, die mittlerweile von dem Mann getrennt lebt, hatte die Vorwürfe der Anklage in vollem Umfang eingeräumt. Die Vorsitzende Richterin sagte in ihrer Urteilsbegründung, die Angeklagten hätten versagt. Ein wehrloses Kind zu verletzen sei moralisch eine sehr tiefe Ebene. Der Mann hatte im November 2008 den damals 21 Monate alten Sohn der Angeklagten mehrfach geschlagen und anderweitig gequält. Der Junge hatte etliche Hämatome erlitten.

Obwohl die Mutter die Misshandlungen ihres Sohnes bemerkt hatte, war sie nicht eingeschritten. Als das Paar später in einem Geschäft unterwegs war, hatten Angestellte die blauen Flecke im Gesicht des Kindes bemerkt und das Jugendamt gerufen. Der Bub lebt mittlerweile bei seinem leiblichen Vater.

dpa

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