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Ein Angeklagter hat den Angriff auf einen Obdachlosen mit einer Lochzange gestanden.

Geständnis: Obdachlosen mit Zange gequält

Nürnberg - Er stach wie im Rausch mit einer Lochzange auf einen Obdachlosen ein - zum Prozessbeginn hat ein 55 Jahre alter Angeklagter vor dem Schwurgericht Nürnberg-Fürth die Tat gestanden.

Er habe den Obdachlosen attackiert, als dieser sich gerade im Vorraum einer Fürther Bank zum Schlafen niedergelegt hatte, berichtete der beschuldigte Stadtstreicher am Dienstag.

Dabei war der Täter von einer Videokamera aufgenommen worden. Der Obdachlose überlebte schwer verletzt, ein Auge erblindete. Das Motiv für den Angriff blieb unklar.

Schon einmal Angriff mit Lochstecher verübt

Schon einmal war der Angeklagte mit einem Lochstecher auf sein 58 Jahre altes Opfer losgegangen. Beide sind als Stadtstreicher bekannt. Im Mai 2009 packte der Jüngere sein dösendes Opfer am Schopf und stach vier Minuten lang auf dessen Kopf ein. Der Lochstecher blieb im Auge stecken, als er die Bank verließ. Der Verletzte zog sich den Lochstecher aus dem Auge, wickelte eine Decke um den blutüberströmten Kopf und ging zu einem anderen Kreditinstitut, wo ihn schließlich Polizisten fanden.

Hintergrund war offenbar ein seit längerem schwelender Konflikt. Der Angeklagte schien zu glauben, sein Opfer habe ihn bei der Polizei angeschwärzt. Der 58-Jährige wiederum hatte vor einem Jahr angegeben, es habe Streit um einen Schlafplatz gegeben. Inzwischen kann er sich daran nicht mehr erinnern. Der Prozess soll nächsten Montag zu Ende gehen.

lby

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