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Vlatko V.

Anschlag verhindert?

Gestoppter Waffentransport nach Paris: Verdächtiger vor Gericht 

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München - Dieser Mann soll Beihilfe zur Vorbereitung einer staatsgefährdenden Straftat geleistet haben. Am 5. November wurde er mit Kriegswaffen im Kofferraum im Landkreis Rosenheim gestoppt. Sein Ziel: Paris.

Hat die bayerische Polizei einen gefährlichen Anschlag vereitelt? Den 5. November 2015 werden einige Autobahn-Polizisten jedenfalls nicht vergessen: An diesem Tag kontrollierten die Beamten gegen 7.50 Uhr einen Golf, der an der A8 auf dem Parkplatz Im Moos hielt. Nahe Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) ging ihnen ein Mega-Waffentransport ins Netz!

Denn im Auto versteckt lagen mehrere Hundert Gramm Sprengstoff, Handgranaten, verschiedene Sturmgewehre, Pistolen und jede Menge Munition. Laut Staatsanwaltschaft gehörte dieses Arsenal zu Vlatko V. (53), der sich ab Montag vor dem Münchner Landgericht verantworten muss. Tatvorwurf: Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

Zu diesem Zweck soll Vlatko V. mit Kriegswaffen nach Paris unterwegs gewesen sein, die Adresse war in seinem Navi eingetippt. Dort soll er mit einem Mittelsmann verabredet gewesen sein, der Waffen und Sprengmittel in Empfang nehmen wollte. Mutmaßlich sollten diese für einen terroristischen Anschlag in Paris eingeplant gewesen sein, um etliche Menschen zu töten. Wollte Vlatko V. im Hintergrund bei Terror-Anschlägen mithelfen? Der Prozess wird es zeigen. Das Urteil fällt am 17. August.

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