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Deutsche und Amerikanische Sanitäter bringen einen verwundeten Soldaten ins Lazarett.

Getötete Soldaten waren in Bayern stationiert

München/Regen - Die beiden bei einer Schießerei in einem Bundeswehr-Lager in Afghanistan getöteten Soldaten waren ursprünglich in Regen in Niederbayern stationiert.

Bei dem Anschlag auf die Bundeswehr in Nordafghanistan sind insgesamt drei deutsche Soldaten getötet worden. Wie die Bundeswehr am Abend mitteilte, erlag ein Schwerverletzter seinen Verwundungen. Der Zustand der beiden weiteren Schwerverletzten wird als kritisch bezeichnet. Bei dem Anschlag am Vormittag in der Provinz Baghlan wurden vier weitere Soldaten verletzt.

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Afghanistan: Soldaten aus Bayern getötet

Auch die sechs verwundeten Soldaten waren von Regen aus nach Afghanistan entsandt worden, wie das Einsatzführungskommando in Potsdam am Freitag bestätigte. Es war der schlimmste Angriff auf die Bundeswehr in Afghanistan seit fast einem Jahr. Der Angreifer, ein eigentlich zum Schutz des Bundeswehr-Außenpostens “OP North“ eingesetzte afghanischer Soldat, wurde erschossen.

Bei zwei der Toten handelt es sich um einen 22-jährigen Stabsgefreiten und einen 30 Jahre alten Hauptfeldwebel. Das Motiv der Tat blieb zunächst unklar. Der getroffene Hauptfeldwebel erlag kurze Zeit nach dem Angriff seinen Verletzungen. Der Stabsgefreite starb dann einige Stunden später. Drei weitere Männer sind nach Angaben von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in “kritischem Zustand“.

Der “Observation Point North“ (“OP North“, Beobachtungspunkt Nord) in der Unruheprovinz Baghlan gehört zu den gefährlichsten Stützpunkten der Bundeswehr in Afghanistan. Derzeit sind dort etwa 500 deutsche Soldaten stationiert. Erst in der Nacht zum Donnerstag hatte Guttenberg selbst in dem Camp übernachtet. Der Minister versicherte, dass die Bundeswehr an der Zusammenarbeit mit der afghanischen Armee festhalten wolle. Die Truppe gilt unter den deutschen Soldaten nicht als besonders zuverlässig.

dpa

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