Urteil wird im November geprüft

Gewaltsamer Tod eines Münchners an A9 beschäftigt BGH

Karlsruhe - Der gewaltsame Tod eines Münchner Informatikers an der A9 in Sachsen-Anhalt beschäftigt im November den Bundesgerichtshof (BGH).

Fünf Männer hatten den 39-Jährigen 2012 von einem Autobahnparkplatz verschleppt und schwer misshandelt. In einem Transporter ließen sie ihn dann sterben.

Das Landgericht Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) hatte die Angeklagten 2014 deswegen zu Haftstrafen zwischen neuneinhalb Jahren und zwölf Jahren und zwei Monaten verurteilt.

Der BGH will am 19. November das Urteil überprüfen. Die Angeklagten sowie die Familie des Opfers hatten in Karlsruhe Revision eingelegt (Az.: 4 StR 72/15).

Die Täter hatten ihr Opfer auf einem Parkplatz an der A9 willkürlich ausgesucht und von dem Mann die Geldkarten samt Geheimzahl erpresst. Für 4000 Euro haben sie dann unter anderem getankt, Turnschuhe und 75 Pakete Kaffee gekauft. Der Informatiker wurde Tage später gefesselt und tot in einem Transporter in einem Waldstück an der A9 gefunden. Laut Obduktion starb er an den Folgen massiver Schläge und Brüche.

Das Opfer wollte damals zu seinen Eltern nahe Hamburg fahren, um von dort nach Asien aufzubrechen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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