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Eichenprozessionsspinner: Die Brennhaare der Raupen enthalten Nesselgift.

Schädlinge breiten sich aus

Gift-Raupen! Erste Veranstaltung abgesagt

Augsburg/Unterfranken - Wegen der weiter fortschreitenden Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners ist in Unterfranken bereits die Veranstaltung "Wasserinsel Alzenau" abgesagt worden.

In Augsburg rücken die Fachleute des Landwirtschaftsamtes aus, in Unterfranken hat die Regierung die Eröffnungsveranstaltung "Wasserinsel in Alzenau", die für den 10. Juni vorgesehen war, aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Es ist eigentlich nur eine kleine Raupe, die den Experten Sorge macht. Fast niedlich sieht sie mit ihren Härchen aus, doch gerade die haben es in sich, denn es handelt sich hier um Brennhaare, die ein Nesselgift enthalten. Die Härchen können leicht brechen, sodass sich das Gift mit der Luft verteilt. Als Folge können juckende bis entzündliche Hautausschläge entstehen, auch Augen- und Atemwegserkrankungen sind nach Kontakt mit den Brennhaaren möglich. Bei besonders empfindlichen Menschen kann es zum sogenannten anaphylaktischen Schock kommen, der sogar tödlich enden kann!

Anhaltend warmes Klima begünstigt die Ausbreitung

Der Klimawandel lässt den Schädling sich stets weiter ausbreiten. Mittlerweile tritt er sogar in Südschweden auf. In Deutschland sind alle Bundesländer betroffen. Natürliche Feinde sind unter anderem Wanzen, Schlupfwespen und der Kuckuck.

Gefährlich ist nur die Raupe, der Eichenprozessionsspinner ist eigentlich ein harmloser Nachtfalter. Zunächst ist für den Raum Augsburg Entwarnung gegeben worden, doch an der Donau (Dillingen und Donauwörth) sind die Raupen bereits aktiv. Dass sie die 50 Kilometer Entfernung noch schaffen, ist wohl nur eine Frage der Zeit.

Andrew Weber

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