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25,25 Meter lang, 40 Tonnen schwer: der Mega-Lkw.

Auf der A 9: Der „Gigaliner“ kommt

Nürnberg – Im kommenden Jahr werden Autofahrer, die beispielsweise auf der A 9 Richtung Berlin fahren, auf 25-Meter-Lkw stoßen. Die Verkehrsministerkonferenz hat den Einsatz der Gigaliner in reduzierter Form gebilligt.

Allerdings dürfen die Mega-Lkw nur in den Bundesländern fahren, die einem Feldversuch zustimmen – und auch dort nur auf zuvor definierten Strecken, etwa Autobahnen. In der Stadt wird man die Laster hingegen nicht sehen - sie blieben ja schon beim ersten Kreisel hängen. Bayern ist dabei, Sachsen auch, so dass angekündigten Pakettransporten auf der Strecke Nürnberg-Leipzig nichts im Wege stehen dürfte.

Ursprünglich hatte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) den Einsatz der Gigaliner bundesweit erproben wollen. Doch acht der 15 Bundesländer sprachen sich dagegen aus, die übrigen wollen nur Versuche mit einem kleineren XXL-Modell. Es soll nicht bis zu 60 Tonnen, sondern nur bis zu 40 Tonnen schwer sein.

Dennoch: Die Länge ist gewöhnungsbedürftig – die Gigaliner werden 25,25 Meter lang sein, 6,50 Meter länger als bisher in Deutschland zugelassene Lastwagen. Viele Details sind noch ungeklärt. Etwa die Frage, welche Fähigkeiten die Fahrer mitbringen sollen, oder auch die Frage eines Überholverbotes.

Die Reaktionen waren nach dem Beschluss der Verkehrsminister eher ablehnend. Der ADAC sprach von einem „Alibi-Versuch“, der keine seriösen Rückschlüsse zulasse. Beispielsweise ist ja das größte Bundesland Nordrhein-Westfalen nicht dabei. Die „Allianz pro Schiene“ wertete die Riesen-Lkw als „politisch tot“. Die Industrie begrüßte den Versuch.

mm/dpa

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